Westlich von Nürnberg liegt Fürth, hier hat das bekannte Satireportal Der Postillon seinen Sitz. Aus der Gustav in Fürth ergießt sich ein andauernder Schwall von absurd überspitztem Spott ins Netz.

Kulturpreisträger Postillon
Die Stadt wertschätzt diese Hohnfabrik als fördernswerte Kultur. Und so hat Fürth den Schmähpoeten vom Postillon jetzt einen Kulturpreis verliehen, dotiert mit 4000 Euro! Zu diesem Anlass präsentiert sich das Redaktionsteam des Postillon in Selfie-Pose im Bild.
Dass ich Fürth einmal als kulturbefreite Sonderzone mit Bahnanschluss bezeichnet habe, möchte ich hiermit zurücknehmen!
Fürth hat die Kohle
Die Stadt Fürth kann die vier Mille übrigens leicht entbehren, denn im Haushalt 2025 erzielte Fürth fünf Millionen Euro Überschuss. Für die Leserschaft, die sich an die hoffnungslose Überschuldung ihrer eigenen Kommune längst gewöhnt hat: Ein Überschuss ist so eine Art Gewinn, über den man relativ frei verfügen kann.
Richtig gelesen! Während Nürnberg soeben eine Haushaltssperre erlassen hat, erwirtschaftet die Stadt Fürth mehr als sie ausgibt. Von den fünf Millionen könnte sie locker weitere 1000 Kulturpreise vergeben.
Einfach so. Weil sie es kann. Und von den fünf Millionen bliebe immer noch was übrig!
Wer zwar Bock auf Fürth, aber nicht auf Satire hat und es eher bodenständig und kühl mag, dem empfehle ich stattdessen einen Winterspaziergang durch das Pegnitztal von Fürth nach Nürnberg.
Falls es irgendwann noch mal richtig Winter wird.