Clever einkaufen in der Pandemie

Samstags bei Netto: Stundenlang frustriert in der Kassenschlange rumlungern, auf Tuchfühlung umringt von hüstelnden Maskenmuffelmüttern, deren ungezüchtigte Konsumknirpse ungelenk ins Ü-Ei-Regal kraxeln.

Wer hat da schon Lust drauf?

Das Problem

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Dabei ist geschicktes einkaufen trotz Ausgangsverbot ziemlich simpel.

Einzige Voraussetzung: Sie sind entweder Rentnerin, Student, Schichtarbeiterin, arbeitslos, Hausmensch oder ein zeitlich flexibler, pandemiebedingt unterbeschäftigter Freiberufler im Homeoffice.

Wenn Sie jedoch in ein richtiges Büro müssen, und das auch noch Montag bis Freitag nine till five, dann können Sie hier aufhören zu lesen. Es sei denn, Sie ergötzen sich gerne daran, was für ein armer Tropf Sie sind. Weil sie einkaufstechnisch jene Karte gezogen haben, die mit einem großen ‚A‘ beginnt.

Grundlagen für entspanntes Einkaufen

Für alle anderen gilt: Es gibt eine entspannte Einkaufswelt, wenn man sich antizyklisch verhält. Anders gesagt: Sie dürfen nie dann einkaufen, wenn es die nine-to-fivers tun. Der nine-to-fiver ist der natürliche Hauptgegner des grundentspannten Pandemiekäufers, der pfeifend und sorgenfrei durch leergefegte Discountergänge schreitet.

Was Sie vermeiden müssen

Der Relax-Einkauf bei Aldi ist eigentlich ganz einfach. Hier die Regeln:

  • Niemals am Samstag oder Montag einkaufen: Da viele nine-to-fiver vorratsmäßig chronisch hinterherhecheln, legen sie ihren Großeinkaufstag gerne auf den Torschluss-Samstag. Oder auf den Montag, wenn sich in ihrem Kühlschrank gähnende Leere breitgemacht hat. Der Montag ist auch ein typischer Einkaufstag für die zeitlich flexiblen Zeitgenossen. Deshalb fällt der Montag als Einkaufstag für clevere Konsumenten komplett aus.
  • Frühe Morgenstunden meiden: Berufstätige gehen gerne vor der Arbeit noch schnell was einkaufen. Dasselbe gilt für viele Rentner, die gerne Punkt 8:00 vor Netto auf den Einlass warten. Zeiten vor 8:30 oder sogar 9:00 Uhr sind also zu meiden.
  • Mittags nicht einkaufen: Auch in der Mittagspause gehen viele nine-to-fiver einkaufen. Verschärfend kommt hier noch der Schulschluss hinzu. Wer einmal um 13:10 bei Edeka hinter siebzehn Mittelstuflern genervt schmachtete (und alle kaufen nur einen einzelnen Artikel!), geht nie mehr mittags einkaufen. Am besten niemals zwischen 11 und 14 Uhr einkaufen.
  • Bei schlechtem Wetter einkaufen: Absoluter Pro-Tipp! Egal wie die Umstände sonst noch so sind, bei Tornados, Platzregen und Hagel ist es beim Krämer immer deutlich leerer als sonst.

Wann also am besten einkaufen?

Um in Ruhe einzukaufen, müssen Sie also nur das typische Einkaufsverhalten v.a. der nine-to-fiver umkurven, aber auch das von Rentnern und Schülern. Die besten Einkaufszeiten sind also (je schlechter das Wetter, desto besser!):

  • Dienstag – Freitag 9:00-11:00 Uhr
  • Dienstag – Donnerstag 14:00-16:00 Uhr

Der Freitag nachmittag fällt weg, da für viele nine-to-fiver am Freitag mittag Schluss ist. Meiden! Wenn ein Supermarkt also 6 Tage von 8:00 bis 20:00 öffnet, bleiben Ihnen von 72 Stunden nur 18 Stunden (25%) für Ihren antizyklischen, superentspannten Einkauf übrig. An den restlichen 75% treten sich dann alle anderen auf die Füße, während Sie grinsend in Ihren prallgefüllten Kühlschrank lugen.

Wer mit zwei Einkäufen die Woche klarkommt, ist also gut beraten, z.B. am Dienstag (vor- oder nachmittag) und am Freitag (vormittag) einzukaufen. Es lohnt sich.

Happy shopping!

Ein Kommentar zu “Clever einkaufen in der Pandemie”

  1. Die einfachsten Alternativen zum Einkaufen
    – Sammeln
    – Jagen
    – Fischen
    – Plündern
    Ich weiß, ich weiß, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, aber einfacher Diebstahl oder Raub (-mord) sind halt nicht so mein Ding. Sorry.

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