Vom Bahnhof Fürth bis zum Schnepperschütz in Nürnberg, das kann man in 90 Minuten schaffen. Oder in 4 ,5 Stunden. So wie wir. Kein Wunder, denn die erste Pause machen wir schon nach zehn Minuten. So lange ist es nämlich vom Bahnhof bis ins verlockende wunderschöne Stadparkcafe.
Nach diesem Warmup rocken wir unsere kleine Wanderstour an diesem winterlichen Sonntag durch das Tal entlang der Pegnitz. Zurück nach Nürnberg. Unterhalb des Cafes bedeckt hellglänzendes Eis das Wasser:

Wir halten uns wo es geht abseits des Hauptweges. Und so begleiten uns der Biber und seine Spuren von nun an durch das einsame, kalte und winterliche Pegnitztal. Warmer Hagebuttentee!

Wir schlagen uns nach links in die Büsche und folgen dem schwefeligen und rötlich schimmernden Wasserlauf (wir reden hier nicht von der Pegnitz) bis hin zur Heilquelle in der Kleinen Meinau:

Es riecht nach faulen Eiern. In bestimmten Dosen wohl heilend, aber keinesfalls Trinkwasser. Mit ca. 22 Grad angenehm warm:

Schnee und Eis sind nach der Kälteperiode inzwischen weitgehend abgeschmolzen. Hinwegschmelzendes Eis zaubert diesem Kunstwerk eine dicke Eisträne der Rührung ins Antlitz.

Irrmächtige Architektur mit brutaler Wirkung – unter dem Frankenschnellweg hindurch, nahe der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth:

Verlassenes Gewerbegebäude im Pegnitztal. Hier schiebt sich die Pegnitz mit hoher Fließgeschwindigkeit dramatisch nach Fürth.


Der Spaziergang durch den Westfriedhof als alternative Route durch das Pegnitztal entpuppt sich als unerwartetes Highlight. Lang lebe das Gießkannenprinzip!

Die Karte und das GPX folgen folgen grob der Hauptroute:
