Wenn Sie geglaubt haben, nach tierischen Fotos von einem Mink in Karlsbad, einem Hochzeitspfau und einem Hengst samt Gemächt könnte es nicht mehr profaner werden – jetzt kommt auch noch Food-Content inklusive Foodografie!
Eines vorab: Egal wie sehr Sie sich bemühen die Fritten in der Heißluftfritteuse zu verhunzen, am Ende werden Sie wahrscheinlich immer noch die besten Fritten genießen, die Sie seit langem gegessen haben. Zunächst werden die geschälten und geschnittenen Kartoffeln über Nacht in Wasser gelegt (die Stärke soll raus!). Danach die geschnittenen Kartoffeln ausgiebig trocknen, denn Feuchtigkeit ist der Feind des knusprigen Resultats. Eine gute Stunde auf dem sonnigen Balkon auf einem frischen Küchenhandtuch erledigen diesen Job hervorragend. Gelegentlich wenden und abtupfen hilft:

Während die Pommes Frittes trocknen, wende ich mich der foodografischen Bildaufarbeitung des Vortags zu: Omelette mit Karotten, Tofu, Zwiebeln, Knoblauch und gepfefferten Tomatenstückchen:

Den Airfryer habe ich inzwischen 2-3 Minuten vorgeheizt, die Fritten werden dann bei 200 Grad ca. 23 Minuten air-gefryed. In der Theorie sollte man die Fritten nur in einer Lage frittieren, so dass ständig Luft an (fast) alle Seiten kommt, aber da ich hier keine Gewürze in homöopathischen Dosen produzieren will, sondern einen ernsthaften Beitrag zur Sattheit im Hause leisten will, verstoße ich höhnisch lachend gegen dieses Gesetz und wende einfach öfter. Voila – Fritten aus der Heißluftfritteuse:

Das Resultat macht Appetit, die Fritten schmecken fantastisch gut nach Kartoffeln und sehr wichtig: Sie sind ziemlich leicht verdaulich, was man von den im Laden erhältlichen Industriepappstampftiefkühlfrittensimulationen nicht behaupten kann, die (zumindest bei mir) sich regelmäßig im Magen verklumpen. Schön wäre es, wenn man die Fritten jetzt z.B. zusätzlich zu dieser netten Kombi präsentieren könnte:

Die Realität sieht zumindest bei diesem Versuch etwas anders aus. Die Fritten sind immer noch phantastisch. Auf diesem bunten Motivteller mit dem lieblos hingeklatschten Ketchupfleck und dem rasant geschnibbelten Salat wirkt das Arrangement allerdings ästhetisch völlig überladen und irgendwie kitschig:

Guten Appetit!