Seitdem bekannt ist, dass offenbar manche Blogger versteckte Werbung für zahlende Auftraggeber in ihren Artikeln platzieren (Artikel auf netbooknews.de), ist eine hitzige Diskussion darüber entbrannt.

Bildlizenz: CC Attribution-Share Alike 2.5 Generic (Quelle: Tango! Desktop Project)
Der Blogger Sascha Pallenberg hatte offenbar ihm zugespielte Informationen erhalten, wonach kommerzielle Unternehmen gezielt Blogger kontaktieren und unter Vertrag nehmen, damit diese gegen bare Münze Links in ihren Artikeln setzen (“Bloggergate“). Für den Auftraggeber sollten solche (nicht als Werbung gekennzeichneten Verweise) einen positiven Einfluss auf das Ranking in Suchmaschinen zur Folge haben – und das ist bares Geld wert.
Welche Blogs dies sind (die Namen eines guten Dutzends sind Pallenberg nach eigenen Angaben bekannt), wurde aber nicht (direkt) enthüllt. Sicher ein Grund dafür, warum über Pallenbergs als Tsunami angekündigte Enthüllung eine Welle kritischer Kommentare auslöste . Von “peinlicher Eigenwerbung” ist da z.B. die Rede oder von einem “Flohfurz“. Dies sehe ich nicht so, auch wenn ich glaube, dass der ganze Ablauf und die große Ankündigung unglücklich und z.T. unangemessen waren. Und wie schon anderswo gesagt: Muss man denn an jede Geschichte immer gleich das Wort “gate” anhängen?
Trotzdem wirft diese Geschichte einige Fragen auf, nämlich zunächst einmal, ob solche Praktiken überhaupt legal sind. Denn auch wenn wir uns inzwischen daran gewöhnt haben, dass uns Werbung an allen Ecken und Enden im Leben über den Weg läuft (ob es uns passt oder nicht), gibt es im Presserecht ein klares Trennungsgebot von Inhalten und Werbung. Read more »