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Das Unwort des Jahres “Lügenpresse” – gekürt von… Journalisten!

Welchen Wert hat ein Urteil, wenn 2 von 6 Mitgliedern einer Jury befangen sind?

Genau das ist jetzt bei der Kürung des “Unwort des Jahres” passiert. Auf der Webseite der Sprachkritischen Aktion steht ein PDF, aus dem wir lernen: Die Jury für das Unwort 2014 bestand aus 4 Sprachwissenschaftlern …

sowie dem Autor und Journalisten Stephan Hebel. Als jährlich wechselndes Mitglied war in diesem Jahr die Autorin, Moderatorin und Journalistin Christine Westermann (…) beteiligt.
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Mit SoX MP3 in OGG umwandeln

Wenn es um Audio unter Linux geht, ist SoX ein ziemlich vielseitiges Tool auf der Kommandozeile. So kann man z.B. mit Hilfe der Sprachsysnthesesoftware Festival die eigenen Skripte zum Reden bringen (“Wir basteln uns einen Sprachroboter“).

In der Manpage von SoX heißt es:

SoX – Sound eXchange, the Swiss Army knife of audio manipulation

Alleine schon für die einfache Umwandlung von Audioformaten lohnt es sich, SoX installiert zu haben:

sox sound.mp3 sound.ogg

And that is only, where the fun begins… (...) mehr...

Mehr Mut zum “Du”!

Trotz "Sie" respektlos: Joschka Fischer

Ein unangebrachtes “Du” in offizieller Gesellschaft kann beschämend sein. Doch ist es wirklich richtig, fremde Erwachsene grundsätzlich zu siezen? Ich meine: Nein. Wir sollten den Mut haben, uns öfter zu duzen.

Immer schön politisch korrekt: Wenn es um die Frage “Duzen oder Siezen?” geht, argumentieren überzeugte Siezilianer, “Du Ar***loch!” sage man schneller als “Sie Ar***loch!“. Das “Sie” in der Anrede sei eine Form der Höflichkeit und des Respekts.

Das stimmt zwar bedingt, hält aber Menschen nicht zwangsläufig davon ab, ihre Zeitgenossen respektlos zu behandeln. Das wissen wir spätestens seit Joschka Fischers berühmtem Ausruf…

Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Ar***loch!

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Schlechtes Doitsch: “Verbüsung von Straftaten”

Gruseliges Deutsch springt mir heute aus diesem Artikel der Nürnberger AZ (1.12.) ins Gesicht:

In einem Bericht über schwere sexuelle Straftaten von Verbüsung statt Verbüßung zu reden, ist schon mal ein Faux pas und sprachlich doppeldeutiger Schnitzer allererster Güte. Hinzu kommt, dass man Straftaten nicht verbüßen kann. Strafen können verbüßt werden. Straftaten werden begangen (und können zu Leistungseinbusen führen). Pisa, wir kommen!

Quelle (2.12.2011, 9:43 Uhr): (...) mehr...