Posts Tagged ‘ politik ’

18% Anwesenheit: Söder zieht zurück

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Clubfan Söder

Bekannt ist ja, dass Dr.(?) Silvana Koch-Mehrin (FDP) als Vollmitglied des Petitionsausschusses im Europäischen Parlament in den letzten beiden Jahren bei keiner einzigen Sitzung anwesend war (ARD-Video Panorama). Quote: 0%.

Und der bayerische Landtagsabgeordnete und Gesundheitsminister Dr. Markus Söder (CSU)? In einer nicht ganz unwichtigen Funktion in einem Nebenjob schaffte er es immerhin auf 18%Anwesenheit.

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Wie stark ist mein “Ökologischer Fußabdruck”?

MajinCline Globe Wie stark ist mein Ökologischer Fußabdruck? wohnen umweltverschmutzung umwelt reisen politik ökologischer fußabdruck ökologie naturschutz nahrung konsum klimawandel klimakatastrophe klima kleidung indien gesellschaft fußabdruck deutschland china BUND Wieviel Hektar Land sind notwendig, um den persönlichen Lebensstil eines Menschen dauerhaft aufrechtzuerhalten?

Diese Fläche wird als sog. Ökologischer Fußabdruck bezeichnet. Doch was ist mein persönlicher individueller Anteil? Im Netz stehen einige interaktive Rechner zur Verfügung, um den persönlichen Fußabdruck zu ermitteln (Links weiter unten).

Dieser Artikel betrachtet u.a.:

  • wie hoch der Fußabdruck eines Durchschnittsdeutschen im Vergleich zu anderen Ländern ausfällt
  • welche Messmethoden zur Anwendung kommen
  • in welchem Ausmaß wir über unsere Verhältnisse leben
  • wo man ausführlichere Informationen erhalten kann

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Beleidigungen: Wenn Politiker ausrasten

Vielleicht liegt es ja nur an meiner selektiven Wahrnehmung.

Jedenfalls scheint mir, dass man den politischen September des Jahres 2011 als Monat der Beleidigungen bezeichnen könnte. Ohne große weitere Recherche bleiben mir im September drei verbale Entgleisungen durch Politiker im Gedächtnis.

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Götz von Berlichingen lässt grüßen

Den Auftakt machte der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy. Auf dessen Facebookseite hatte ein Leser den Abgeordneten gefragt, ob Edathy die Nutzungsrechte an bestimmten durch ihn veröffentlichten Bildern habe. Im Lauf der Diskussion beschied Edathy dem hartnäckig Fragenden:

Sie können mich mal.

Und auf Nachfrage, ob dies ernst gemeint sei: Read more »

Polit-Talk: Höchststrafe für Günther Jauch

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WTC

Die ARD setzt neuerdings verstärkt auf das Format “Polit-Talk”. Bei seiner Auftaktsendung gestern lieferte Tausendsassa Günther Jauch meiner Einschätzung nach eine ziemlich dürftige Vorstellung ab.

Nennt mich altmodisch, aber ein Polit-Talk definiert sich meiner Ansicht nach u.a. dadurch, dass die geladenen Gäste in irgendeiner Form einen fachlichen Wissens- bzw. Erfahrungsvorsprung haben und die Diskussion in irgendeiner Form kontrovers ist, damit der Zuschauer einen Erkenntnisgewinn machen kann.

Dieser Logik des Vorsprungs folgend waren manche Gäste vollkommen zurecht geladen, z.B. Peter Struck, damaliger Verteidigungsminister der Bundesrepublik, erfüllte dieses Kriterium, so wie auch die  “Dust Lady”, die als betroffene Zeitzeugin dem Inferno knapp entronnen war. Dann waren da die Mutter eines in Afghanistan getöteten deutschen Soldaten und der “Afghanistankenner” Jürgen Todenhöfer. So weit so gut.

Eine boulevardeske Note erhielt Jauchs Polit-Talk allerdings durch die anderen Gäste. So wie Elke Heidenreich, die uns erklärte, dass sie jahrelang immer im September in New York war, weil das vom Wetter so ein schöner Monat sei. Read more »

“Wie Bin Laden wirklich starb” (mp3, 42 s)

Aus der Abteilung “Kreatives” heute mal ein etwas anderer Beitrag (Audio, 42 Sekunden)

Direkter Link: MP3

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Déjà-vu der Grauhaarigen

Nürnberg – 18.3.2011

Rund 1500 Menschen haben am Freitag vor der Nürnberger Lorenzkirche für die Abschaltung von Atomkraftwerken protestiert.

Mit einer Schweigeminute gedachten die Menschen zu Beginn der Veranstaltung den Opfern der Naturkatastrophe und des Reaktorunglücks in Fukushima (Japan).

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Gekommen waren Vertreter vieler politischer Gruppierungen, u.a. Grüne, SPD, Linke und Piraten. Schwarz-gelbe Symbolik war dagegen einzig durch das Atomsymbol auf Protestplakaten auszumachen. Dass man das farblich korrespondierende politische Pendant vergebens suchte, wunderte kaum. Schließlich waren deren Vertreter in Bund und Land (gemeinsam mit der Atomindustrie) die Hauptzielscheibe der Demonstranten.

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Während viele Demonstrationen ja oft eine tendenziell homogene Struktur aufweisen, war dies am Freitag in Nürnberg anders. Menschen, die gewöhnlich als bürgerliche Mitte bezeichnet werden, waren ungewöhnlich stark vertreten. Auch Kinder waren dabei, ein ungewöhnlich hoher Anteil von Menschen jenseits der 40, darunter auch etliche Senioren mit grauer Haarpracht.

Das ist sicher keine sensationelle Erkenntnis, zumindest für all jene unter uns, die die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 miterlebt haben, und die nicht vergessen haben, welche enorme Protestwelle es damals in West-Deutschland gab. Auch damals erfasste die Empörung weite Teile des bürgerlichen Spektrums der bundesdeutschen Gesellschaft, die ansonsten (mit Ausnahme des Urnengangs) kaum als politischer Faktor in Erscheinung trat, und denen Arbeit und Familie genug Aufmerksamkeit abverlangten.

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Das traumatische anmutende Déjà-vu eines möglichen Super-GAUs treibt heute auch viele ältere Menschen auf die Palme – und auf die Straße. Hatten sie Tschernobyl doch für einen einmaligen Ausrutscher gehalten, der der Misswirtschaft einer untertechnisierten und monokulturell-stalinistischen Ideologie zugeschrieben werden konnte. In Ländern wie Deutschland (Japan, Frankreich, USA) konnte sich sowas ihrer Meinung nach nicht ereignen.

Der Faktor Zeit und die Mühlen des Alltags haben die Ängste von 1986 bei vielen in den Hintergrund treten lassen. Aber vergessen haben sie Tschernobyl nicht.

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Die einen kämpften im Ausklang der 80er Jahre an der Anti-Atom-Front gegen Franz-Josef Strauß und seine Wasserwerfer gegen die geplante atomare Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Der andere (bürgerliche) Teil zog sich stufenlos auf das Sofa zurück und glotzte künftig “Tutti Frutti“. Deutschland war schließlich nicht Tschernobyl. Deutschland hatte die sichersten Atomkraftwerke der Welt.

Jetzt, nach Fukushima, treffen sie sich alle wieder. Doch diesmal ist es anders. Viele sind inzwischen als Lehrer, Professoren, Ingenieure, Politiker oder in irgendeiner anderen Form als Multiplikatoren ein integraler Bestandteil der Gesellschaft geworden.

Nach Tschernobyl hatten viele der Atomkraft eine zweite Chance gegeben. Man darf gespannt sein, ob sich die Endvierziger in der Mitte der Gesellschaft in den nächsten drei Monaten erneut auf ihre Sofas zurückziehen werden, um der Atomkraft eine dritte Chance zu geben…