Einen Friseurtermin nach der Plagiatsaffäre: Drängt es den einstigen Verteidigungsminister und jetzigen Wahlamerikaner Guttenberg etwa schon wieder zurück ins Rampenlicht der deutschen Öffentlichkeit?
Gerade wurde ein Gerichtsverfahren gegen ihn eingestellt. 20.000 Euro muss er hinblättern. Die gehen an krebskranke Kinder. Schönen Gruß auch an die Portokasse.
Die Tinte dieser Entscheidung trocknet noch und schon ist der eloquente Aristokrat zurück in den Medien. Wie aus dem Nichts. Ent-brillt und ungegelt springt er uns urplötzlich staatsmännisch von allen Webseiten ins Gesicht. St. Gutti is back. Geläuterter Dackelblick inklusive. Nun will der überführte Abschreiber zu Guttenberg ein sog. Interview-Buch veröffentlichen. Dabei ist ziemlich egal, was darin steht. Alle haben sowieso schon ihre Meinung. Deutschland ist in dieser Frage geteilt und wird es auch bleiben.
Vielsagend ist allerdings der Titel: “Vorerst gescheitert“. Mit Betonung auf Vorerst. Und damit ist klar, dass es den Baron auf die politische Bühne zurückzieht. Und zwar schnell.
Gerichtsverfahren eingestellt. Nun ist aber gut. Zu dieser alten Geschichte ist alles gesagt. Jetzt nach vorne blicken. Jeder, und ich betone ausdrücklich, jeder (!) hat eine zweite Chance verdient.
Bald – auf allen Kanälen. So oder so ähnlich. Gutti für Deutschland!
[Update:] Kleine Zitatensammlung von heute
Zitat Süddeutsche Zeitung:
Er hat eine zweite Chance verdient, wie jeder, der einen Fehler gemacht hat.
Zitat Bild (http://www.bild.de/politik/inland/karl-theodor-zu-guttenberg/guttenberg-hat-zweite-chance-verdient-zwischenruf-nikolaus-blome-21198382.bild.html):
Guttenberg hat eine 2. Chance verdient!