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Aprilscherze – der TÜV für Medienkompetenz

Nun haben wir sie also hinter uns: die alljährliche Verhohnepipelung am 1. April, deren Tradition bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht.

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Laughing Fool (um 1500)

Ob nun das Internet mangels IPv4-Adressen temporär abgeschaltet werden muss, das Portal von Ubuntuusers einer feindlichen Übernahme durch Google anheim fällt, oder sich eine IT-Community konstituiert, um die ersten Besucher vom Mars willkommen zu heißen (Zusammenstellung von Scherzen durch das Ikhaya-Team): Die Verursacher solcher Nachrichten grinsen sich dann einen ab, wenn jemand auf den Nonsens hereinfällt.

Nur vordergründig geht es dabei allein darum, sich auf Kosten anderer einen Spaß zu erlauben. Die Betrachtung aprilistischer Ergüsse in der Blogosphäre zeigt auf, dass im Scherz oft auch eine sublime Botschaft mit Nutzwert steckt. So legt die  “Einführung eines Portos für Emails” den Finger in die Wunde des Spam-Phänomens. Die “Kooperation von Ubuntuusers.de und Google” kann als Warnsignal verstanden werden. Nämlich, dass die Community eines “freien” Betriebssystems nicht bereit ist, dessen Kommerzialisierung über einen gewissen Punkt hinaus mitzutragen. Und im Aprilscherz von YouTube (“Wir streamen heute Videos in ASCII, um Bandbreite zu sparen“) steckt die Botschaft: YouTube zu betreiben kostet viel Geld. Seid also dankbar, dass ihr es kostenlos nutzen dürft! Solche Interpretationen liegen freilich immer im Auge des Betrachters.

Während der neuzeitliche Mensch sich eines jährlichen medizinischen Checkups entziehen kann, hat der moderne Medienkonsument keine Wahl: Am 1. April wird er gnadenlos einer Zwangsüberpüfung unterzogen. Wer nicht als konsumtrotteliger Blödmann dastehen will, wird gezwungen, die Flut der Falschmeldungen am 1. April auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Plausibilität zu prüfen. So wird der 1. April zum Tauglichkeits-TÜV für Medienkompetenz.

Dies ist auch der eigentliche Verdienst des journalistischen Aprilscherzes. Dass er einmal im Jahr den Sinn dafür schärft, dass nicht alles, was geschrieben steht, auch wahr sein muss. Und dass der potenziell gefoppte Leser dadurch aufgefordert wird, auch an den anderen 364 Tagen den alltäglichen medialen Wahnsinn über eine Pipe mit grep zu filtern und sich bewusst bleibt, dass jede Nachricht eine Absicht verfolgt. Jeder Tag ist irgendwie ein kleines bisschen der 1. April. Nachrichten heißen schließlich “Nachrichten”, weil man sich “da-nach-richten” soll.  Die Vorbereitungen für die Aprilscherze 2011 haben jedenfalls längst begonnen.

Na denn: Fröhliche Weihnachten!

“Laughing Fool”: (Bildlizenz: Public Domain)

Zum Thema: Religionsportal für Ubuntu!

Hurra! Es lebe die freie Mediengesellschaft!

Bei der Sichtung meiner Abonnements mit meinem Feedreader Liferea machte mich heute der folgende Wikio-feed stutzig, den ich unbedingt mit allen Mitgliedern einer freien Mediengesellschaft teilen möchte:
nokia Hurra! Es lebe die freie Mediengesellschaft! torvalds nokia n900 medien linux liferea gesellschaft feedreader

(feed 27.8.09:     http://rss.wikio.de/high-tech/computer/betriebssysteme/linux.rss)

Ich bin noch immer nicht sicher, warum ich dieses Bild für veröffentlichungswert halte. Hier ein paar vorläufige Thesen:

1. Journalismus (vulkanischer Ursprung) bedeutet: “Voneinander abschreiben”

2. Hey! Wow! Nokia ist echt ein tolles Phone, Mann!

3. Zwischen 10 und 19 Uhr ist seit 1834 in der Linuxwelt noch nie etwas Wichtiges passiert…

4.  Dieser Torvalds muss aber auch jede Harmonie zerstören!

5. Jetzt reichts! Ich werde sofort einen Kommentar hinterlassen!

Bildformate mit `convert` umwandeln

Die Verwendung von Tools auf der Kommandozeile kann auch bei der Bildverarbeitung die Arbeit vereinfachen.

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Noch Urlaub.jpg, gleich Urlaub.png!

Mit dem Tool convert lassen sich Bilder mit einem einfachen Befehl ruckzuck in andere Formate umwandeln. Um convert zu nutzen, muss man das Paket imagemagick installieren. convert ist ein echter Alleskönner, der nicht nur Bildformate umwandelt, sondern auch thumbnails erstellt, Wasserzeichen hinzufügt, Bilder rotiert, Rahmen hinzufügt usw. usw. In diesem Artikel wollen wir uns lediglich ansehen, wie man z.B. ein oder mehrere Bilder eines Formates in ein anderes umwandeln kann. convert beherrscht nahezu alle gängigen Bildformate.

Um das schöne Urlausbild vom Format jpg in das Format png umzuwandeln, genügt der Befehl:

convert Urlaub.jpg Urlaub.png

Die jeweilige Ursprungsdatei bleibt hierbei erhalten. Nach der Umwandlung liegt also eine Datei Urlaub.jpg UND eine Datei Urlaub.png vor.

Und wenn man nun mehrere Bilder umwandeln will? Eine simple for Schleife erledigt hier den Job:

for i in *.jpg; do convert $i `basename $i .jpg`.png; done

Beispiel:

convert4 Bildformate mit `convert` umwandeln shell script png planetuu open source medien linux jpg gimp bild bash

Wer sich nun noch die 3 Bilder im Format jpg loswerden will, tut dies mit:

rm *.jpg

Fazit: Während die Umwandlung längst abgeschlossen ist, würde GIMP noch nach plugins suchen und noch Sekunden brauchen, um sich zu öffnen. Hier ist nur angedeutet, welche vielfältigen Möglichkeiten convert und imagemagick bieten.