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Postfix: Courier-IMAP mit SSL aufsetzen

SSL-schloss

Dieser Artikel beschreibt die grundlegende Installation und Konfiguration eines CourierIMAP-Mail-Servers mit SSL-Verschlüsselung.

Das folgende beispielhafte Szenario basiert auf einem Server Debian Squeeze mit Postfix als MTA. Für Ubuntu sollte das Ganze ähnlich ablaufen. Ausgangslage in diesem Beispiel ist, dass Postfix bereits lauffähig konfiguriert ist.

Courier kann zwar auch als vollwertiger, eigenständiger MTA laufen. In den meisten Fällen werden jedoch nur seine POP3 oder IMAP-Fähigkeiten eingesetzt. Holt ein Klient (z.B. Thunderbird) seine Mails via IMAP, so verbleiben diese auf dem IMAP-Server. Bei IMAP werden die Mails mit dem Client synchronisiert, im Gegensatz zu POP3, wo eine abgerufene Mail nicht mehr auf dem Server verbleibt. (...) mehr...

Modulverwaltung unter Linux

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Module sind Vermittler zwischen Hardware und dem Kernel des Betriebssystems. Ihre Aufgabe ist es, die gewünschte Funktion der Hardware sicherzustellen.

Dieser Artikel versucht einen grundlegenden Einblick in die Organisation und Verwaltung von Modulen unter Linux zu geben. Mit Linux-Distributionen wie Ubuntu gibt es zwar meist keine Probleme mit Modulen (Windows: „Treiber“). Denn Module werden heutzutage bei  modernen Linux-Systemen automatisch ge- und entladen, ohne dass der Benutzer groß damit behelligt würde.

Trotzdem wird wahrscheinlich jeder Linuxnutzer irgendwann einmal auf ein Problem mit Modulen stoßen.

Früher war es oft ein Gefrickel, Abhängigkeiten von Modulen manuell zu erfüllen. Denn oft brauchen Module weitere Module, damit sie ihre Aufgabe erfüllen können. (...) mehr...

Offene Dateien mit ‚lsof‘ aufspüren

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lsof (List Open Files) ist ein hilfreiches Tool zum Aufspüren geöffneter Dateien.

In einer detaillierten Tabelle zeigt die Ausgabe von lsof Informationen über den Benutzer, die Größe und den mit der Datei assoziierten Prozess an. Ggf. muss man die Fülle an Information z.B. mit grep auf ein gesundes Maß herunterfiltern.

Manchmal weigert sich z.B. das System, einen USB-Stick auszubinden. Das Un-mounten misslingt, da „Device or Ressource busy“ gemeldet wird. Um die geöffnete Datei zu finden (Beispiel für /media/USBSTICK) nutzt man:

lsof | grep USBSTICK

bash 3710 heini cwd DIR 8,17 4096 1 /media/USBSTICK
less 3986 heini cwd DIR 8,17 4096 1 /media/USBSTICK
less 3986 heini 4r REG 8,17 1874 192 /media/USBSTICK/darkice.cfg

Hier sieht man, dass die Datei darkice.cfg mit less geöffnet ist (Zeile 3). (...) mehr...

Postfix: Wichtige Befehle in der Kurzübersicht

Bild: Public Domain
Die folgende Übersicht stellt einige der wichtigsten Befehle im Zusammenhang mit dem Mail Transfer Agent (MTA) Postfix vor:

/etc/init.d/postfix [start|stop|restart|reload]
(Postfix Kontrollprogramm)

mailq
(Zeigt den Inhalt der Mailqueue, inklusive der ID an)

postalias
(erstellt bzw. verwaltet Anfragen an die alias Datenbank)

postconf
(Ohne Argumente zeigt postconf die gesetzten Konfigurationsparameter in /etc/postfix/main.cf an.)

postconf -d
(Zeigt nicht die aktuellen, aber die Default-Einstellungen an)

postcat -q [Message-ID]
(Zeigt den Inhalt einer Nachricht in menschenlesbarer Form an)

postlog
Mit postlog können – auch per Skript – Nachrichten in die Logdatei i.d.R. /var/log/mail.log geschrieben werden. Beispiel:

rotz@loeffel:~# postlog nur ein test
postfix/postlog: nur ein test
rotz@loeffel:~# cat /var/log/mail.log | grep test
Dec 31 16:30:59 debian postfix/postlog[25137]: nur ein test


postmap

(Eine der wichtigsten Aufgaben von postmap ist es, spezielle Tabellen aus regulären Dateien zu erstellen, z.B. (...) mehr...

Postfix: Email-Alias konfigurieren

Bild: Public Domain

Auf einem Mailserver sorgen Mailaliase dafür, dass Mails an bestimmte Benutzer an einen anderen Benutzer weitergeleitet werden (Bild: Public Domain). Mailaliase sind i.d.R. in /etc/aliases festgelegt. Zunächst können wir uns mit Hilfe von postconf davon überzeugen, dass die Datenbank für Aliase auch dort ist, wo wir sie vermuten:

rotz@loeffel# postconf alias_maps
alias_maps = hash:/etc/aliases

Ein Blick in eine jungfräuliche /etc/aliases (hier Debian Lenny) verrät, dass hier schon mit der Installation von Postfix einiges „gemappt“ wurde (Darstellung verkürzt). Wir fügen als letzte Zeile noch hinzu, dass alle Mails, die an „root“ gehen, an den lokalen Benutzer „susi“ weitergeleitet werden sollen:

# /etc/aliases
mailer-daemon: postmaster
postmaster: root
nobody: root
hostmaster: root
(...)
root: susi

Nach jeder Änderung an /etc/aliases muss …

newaliases

… ausgeführt werden, damit die Datei in ein Postfix-kompatibles Format übertragen wird (/etc/aliases.db). (...) mehr...