Posts Tagged ‘ journalismus ’

Süddeutsche erkennt FCN Tor ab!

Unter der Überschrift “Ein Jubiläum zum Vergessen” berichtete die Süddeutsche Zeitung heute, dass der beste Fußballverein aller Zeiten sein 1000. Bundesligaspiel mit 1:0 gegen Hertha BSC Berlin gewonnen habe.

Für uns Clubberer ist das natürlich ein Grund zur Freude. Noch mehr jubiliert hätten wir allerdings, wenn uns die Süddeutsche wenigstens das richtige Ergebnis mitgeteilt hätte. Das Spiel endete nämlich nicht 1:0, sondern 2:0.

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Das geht zu weit: Dem Club werden jetzt sogar schon von Zeitungen die Tore aberkannt!

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Journalismus: Die schönsten Enten 2011

Gerald G Rubber Duck Journalismus: Die schönsten Enten 2011 medien journalismus jahresrückblick ente 2011 Unter den journalistischen Enten des Jahres 2011 tummeln sich u.a. eine nicht-existente Sex-Schule, ein falscher Nobelpreisträger und ein Hund, den es nie gegeben hat…

Die meisten Nachrichten werden ja mangels Ressourcen von anderen Quellen übernommen. Hat eine Falschnachricht erst mal den kritischen Punkt überwunden, gibt es kein Halten mehr. (Disclosure: Dieses Thema habe ich bereits in der 1. Ausgabe des Podcasts verwurstelt. Wer lieber liest, für den gibt es die Enten hier nochmal schriftlich, da der Entwurf dieses Artikels bereits vor dem Podcast entstand.): Read more »

Die 7 schockierendsten Schocks der Nürnberger Abendzeitung 2011

shockdanger Die 7 schockierendsten Schocks der Nürnberger Abendzeitung 2011 schock nürnberg medien journalismus abendzeitung Was für ein schockierendes Jahr. Die Leser der Online-Ausgabe der Nürnberger Abendzeitung kamen aus dem Schockzustand 2011 quasi gar nicht mehr heraus.

Hier sind die 7 schockierendsten Schocks der Nürnberger Abendzeitung 2011 (Klick auf Bild führt zum Artikel):

Platz 7: Flughafen-Schock!
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Schnell! Ein Arzt! Air Berlin streicht Flüge! Read more »

Das Massenmedium als Recyclinghof

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Liebe Massenmedien,

Journalismus ist schon ein hartes Geschäft. Ständig müsst Ihr irgendwas schreiben, auch wenn es eigentlich gar nix zu berichten gibt.

Na zum Glück müssen auch andere ihr Süppchen irgendwie verdienen und schreiben, bis der Arzt kommt. Ein kleiner Twist, und rumsdi-bumsdi ist die Geschichte ab-, äh umgeschrieben.

Nur blöd, wenn man nicht weiß, warum eine Story eigentlich irgendeine Relevanz hat oder die Story alter aufgekochter Käse ist und ihr Nachrichtenwert deshalb gleich Null ist. Dann wird der profane Inhalt einfach im zweiten Satz versteckt. Der erste Satz lautet dann bedeutungschwanger: Read more »

1. Bayerischer Blogger-Gipfel in Nürnberg

Der Bayerische Journalistenverband BJV hatte am Montag zum “1. Bayerischen Blogger-Gipfel” in den Presseclub nach Nürnberg geladen und ich war dabei.

Meist finden solche zentral-bayerischen Veranstaltungen ja in München statt. Nun gut, da ich ja nur 10 Fahrradminuten zum Nürnberger Presseclub am Gewerbemuseumsplatz habe, habe ich mir diese Podiumsdiskussion angehört.

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Journalistische Herrenrunde: "Don Alphonso", Falk Zimmermann, Thomas Mrazek, Peter Viebig, Stefan Aigner

Nischen im Lokaljournalismus

Geladen waren vier Herren aus der bayerischen Blogosphäre: Read more »

“Laser-Attacke”auf Gomez: Die Affäre, die keine war

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CC-BY-SA 3.0 (Steindy)

Beim Champions-League-Spiel der Bayern in Neapel verschoss Mario Gomez einen Elfmeter. Im Interview stellte Gomez dann klar, dass der Laserpointer, der vor der Ausführung auf ihn gerichtet war, daran keine Schuld habe und ihn schon gar nicht geblendet habe. Gomez:

Der Laserpointer war beim Elfmeter da, aber er hat mich nicht geblendet. Ich will hier gar nicht erst nach Ausreden suchen. Ich habe den Elfmeter verschossen, es tut mir leid für die Mannschaft.

Etlichen Medien hätten es wohl viel lieber gesehen, wenn Gomez geblendet worden wäre oder wenigstens die Schuld am verschossenen Elfer dem Laser zugeschrieben hätte. Eine kleine Auswahl sensationsheischender Meldungen auf die vermeintliche Affäre, die keine war: Read more »

Tagesthemen: 60% Nachrichten, 40% Sport

Man sollte meinen, dass die Tagesthemen große Probleme haben, all die komplexen Themen über die vielen Krisen der Welt in einer einzigen Sendung unterzubringen.

Zu entscheiden, was die wichtigsten Themen für eine Hauptnachrichtensendung sind, ist sicher keine leichte Aufgabe. Die Tagesthemen vom 2.10.2011 (Sonntag) mit Caren Miosga hinterließen bei mir jedoch ein zwiespältiges Gefühl.

tagesthemen Tagesthemen: 60% Nachrichten, 40% Sport verhungern unicef tagesthemen tagesschau sport schalke öffentlich rechtlicher rundfunk nachrichten miosga medien krise journalismus hunger hsv hoffenheim gez gebühren fußball bundesliga bayern ard Deshalb habe ich die Sendung ein bisschen genauer unter die Lupe genommen. Mit einem – wie ich finde – erstaunlichen Ergebnis:
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Welcher Blogger-Typ bist Du?

Das Web 2.0 überschwemmt das Netz mit einer Fülle von Blogs. So vielfältig wie die Sachthemen sind auch die Motivationen und die Menschen, die Blogs führen. Welcher von neun Blogger-Typen bist Du? Der Pflichtbewusste, der Nachplapperer, der Statistiker oder der Anti-Blogger? Netz 10 wagt eine grobe (manchmal augenzwinkernde) Kategorisierung der verschiedenen Typen des homo blogensis.

Schublade auf, Blogger rein, Schublade zu!

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Bildlizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic von: Notwist (Für Einzelheiten bitte Bild anklicken)

Der Unbedarfte:

Der Unbedarfte schreibt, was ihm gerade in den Sinn kommt und hat oft einen akademischen Hintergrund. Korrekturlesen hält er für Zeitverschwendung. Das Leben ist zu kurz, um sich mit der Vergangenheit aufzuhalten. Postet ein Leser einen Kommentar, wird dieser automatisch freigeschaltet. Der Unbedarfte verachtet jede Form von Zwang. Meist ein Sprößling der gehobenen Mittelschicht. Alles ist für alle da. Leerer Kühlschrank. Immer gut gelaunt. Sein Motto: “Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Der Pflichtbewusste:

Der Pflichtbewusste ist eine absolute Koriphäe in einem speziellen Fachgebiet. Er ist ein grundehrlicher Typ und sehr bescheiden. Auf Bloggen hat er eigentlich keine Lust. Doch er fühlt sich verpflichtet seine unerreichte Kompetenz regelmäßig mit anderen zu teilen. Brummelig, aber sozial. Er bloggt selten, dafür aber ausführlich und immer korrekt. Dieser Blogger ist wie ein Omnibus: langsam, aber zuverlässig. Sein Blogdesign ist simpel und ohne Schnörkel. Nur der Inhalt zählt. Sein Motto: “Wenn Du was machst, dann mach es anständig!

Der Anti-Blogger:

Der Anti-Blogger ist ein enger Verwandter des Unbedarften, versteht sich jedoch als sozial und politisch Radikalisierter. Er hat die ungerechte Knute der Institutionen gespürt und sieht den “mainstream” der Gesellschaft als menschenverachtende Parallelwelt an. Aus dieser Diskrepanz bezieht er die nie versiegende Quelle seines zynischen, aber treffenden Humors. Keiner analysiert so gut wie er, auch wenn seine Schlussfolgerungen manchmal haarsträubend sind. Hat “Fefe” im Feedreader. “Impressum” ist ein Fremdwort für ihn. Sein Motto: “Mottos sind ein Unterdrückungswerkzeug des Establishments!

Der Statistiker:

Der Statistiker prüft jeden Tag mehrmals, wieviele Besucher sein Blog erhalten hat. Er bloggt nur zu bestimmten Uhrzeiten, da dann seine Artikel die größte Aufmerksamkeit erhalten. Er bloggt nie Sonntags, da dann die Besucherzahlen am niedrigsten sind. Oft verwirft er ein Thema, das ihn selbst interessiert und ersetzt es durch ein langweiliges. Denn dann wird es in einem großen Planeten erscheinen. Und er hat wieder frisches Futter, um die neuen Zahlen zu analysieren. Sein Motto: “Quote ist Quote ist Quote

Der Schwiegersohn-Blogger:

Der Schwiegersohn-Blogger ist beliebt, fachlich und sozial kompetent, hilfsbereit und nett. Er eckt nirgendwo ernsthaft an, ohne dabei sein Fähnchen in den Wind zu halten. Alle mögen ihn. Würde man den idealen Blogger kreieren müssen, würde er auf dem Schwiegersohn-Blogger basieren. Sein Blog ist eine optische Augenweide und er selbst ist mindestens genauso schön. Er ist immer sauber gescheitelt und riecht gut. Noch nie ist es jemandem gelungen, dem Schwiegersohn-Blogger einen sachlichen Fehler in einem Artikel nachzuweisen. Sein Motto: “Andere mögen über mich urteilen – Eigenlob stinkt!

Der Selbstinszenierer:

Der Selbstinszenierer begreift den Blog als Chance, endlich mal im Mittelpunkt zu stehen. Er ist ein Meister in der Kunst, Sachthemen derart geschickt einzubinden, dass sie immer wieder auf ihn zurückverweisen. In seinem Blog lässt er keine Gelegenheit aus, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Jeder zweite seiner Sätze beginnt mit “Ich”, “Mir” oder “Meine”. Sein Motto: “Kamera läuft. Ich bin soweit. Alle mal hersehen!

Der Nachplapperer:

Der Nachplapperer ist durchschnittlich kreativ und begreift das Bloggen als reinen Selbstzweck. Ob er über Badminton, Meerschweinchen oder Schweißfüße bloggt, ist ihm eigentlich egal. Er ist gut informiert und sieht sich als Drehscheibe seiner Blogging-Gemeinschaft. Hat das führende Meerschweinchen-Journal den letzten Zuchterfolg gebloggt, kann man es fast zeitgleich auf seiner Seite lesen. Er zieht seine Anerkennung daraus, dass er die wichtigen Quellen ständig beobachtet und als erster weiterplappert. Besitzt ein Ei-phone 4 und hat eine Trendfrisur. Sein Blog ist voll von Ankündigungen und Links zu Inhalten, die andere erstellt haben. Sein Motto:”Wer nicht aneckt, kommt im Leben am weitesten.

Der verhinderte Chefredakteur:

Beantwortet alle 5 W-Fragen im ersten Satz. Das Layout seines Blogs wirkt meist statisch-seriös. Schreiende Farben sucht man vergebens. Bemüht sich immer, alle Aussagen mit Quellen zu belegen. Bastelt und konstruiert jeden Satz so, dass er für alle gut verständlich ist. Bringt nie seine eigene Meinung ein, und wenn doch, kennzeichnet er sie als Kommentar. Versucht, seinen Artikel in einen größeren Zusammenhang einzuordnen. Sein Motto: “Frau Meyer, einen Kaffee mit Zucker bitte…

Der Zauderer:

Der Zauderer ist nur ein theoretischer Blogger; er hat eine bewundernde Haltung gegenüber anderen Bloggern entwickelt. Schon lange hat er geplant, selbst einen Blog ins Netz zu stellen. Doch es quälen ihn Fragen wie: “Werde ich es allen Recht machen können?” oder “Bin ich dafür überhaupt geeignet?” oder “Warum bin ich kein Beamter geworden?”. Beim Zauderer klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. Noch nie ist vom Typ des Zauderers jemals ein Artikel im Netz gesichtet worden – weltweit. Sein Motto: “Ich hätte ja schon längst, wenn nicht …

Missratene Schlagzeilen (3): bundesliga.de

(12.1.2011) Dass die anglophilen Deutschen ein Problem mit dem kleinen Strichlein am Ende von Wörtern haben, ist ja bekannt. Längst haben wir uns an Susi’s Wollladen, Günther’s Käsetheke oder Peter’s kleiner Computerladen gewöhnt, auch wenn es einfach nur falsch ist.

Ist ja auch kein Wunder, wenn die “großen Medien” uns den Unsinn mit dem kleinen Strichlein in überdimensionierten Schlagzeilen vormachen. So heißt es heute z.B. auf bundesliga.de: “Zeig’ es dem Profi!“:

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Dass neben diesem Sprachunfug irgendeine austauschbare Fußballnase sitzt, ist irreführend. Als “Profi” sind wohl die Redakteure gemeint. Man sollte doch vermuten dürfen, dass Redakteure (wenn sie bezahlt sind) Profis sind. Also, liebe Profis, der Imperativ von zeigen wird zeig (oder zeige, jedenfals nicht mit Apostroph) geschrieben. Und wer es nicht glaubt, kann es hier nachlesen.

Missratene Schlagzeilen (2)
Missratene Schlagzeilen (1)

Missratene Schlagzeilen (2): FCN, Spiegel, Osnabrücker Nachrichten

(12.1.2011) Gestern hatte ich noch die Befürchtung geäußert, dass die “Generation YouTube” Einzug in die großen Online-Redaktionen hält und zwei verkorkste Schlagzeilen präsentiert. Vielleicht liegt es ja nur daran, dass ich nun mit geschärftem Blick surfe. Denn prompt bin ich heute schon wieder fündig geworden:

Wie jeder weiß, ist der 1. FC Nürnberg der beste Fußballverein aller Zeiten, hat die besten Fans in der Milchstraße und wird nur wegen einer Verkettung unglücklicher Umstände nicht jedes Jahr Meister und Pokalsieger. Doch dies könnte sich ändern, denn der Club hat offenbar einen Neuzugang zu vermelden. Er steht sogar schon auf dem Platz und heißt “Entscheidend”. Wie anders könnte man sonst die folgende Schlagzeile interpretieren:

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Den Vornamen des Herrn Entscheidend werden wir nie erfahren. Denn wahrscheinlich war gemeint, dass es entscheidend sei, was auf dem Platz passiert. Oder dass die Entscheidung auf dem Platz fällt. Oder liegt. Oder so ähnlich.

Dass man beim Spiegel weiß, dass man “Deutschland” nicht mit “ö” schreibt, davon gehe ich mal feste aus. Insofern will ich mal nicht so sein. Diese Schlagzeile geht deshalb als gewolltes Stilmittel durch:

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Auf den Tastaturen der Osnabrücker Nachrichten sind offenbar die Gedankenstrich-Tasten defekt und funktionieren nur manchmal. Um einen Gedankenstrich vor den belgischen König zu setzen, reichte es in der Meldung des Tages nicht. Für flämische Nationalisten schon:

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Auch am Friedensprozess will sich die Bindestrichtaste nicht beteiligen und will sich nicht als linguistischer Blauhelm zwischen Frieden und Streit stellen:

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Wer also noch ‘ne alte Tastatur im Keller hat, die er nicht mehr braucht: Nix wie ab zum Postamt damit!