Aufmerksame Linux-Heft-Leser wundern sich derzeit, warum ein [Update] im November 2011 erschienenes Heft einem im Frühjahr 2010 erschienenen Heft und einem 2008 erschienenen Heft irgendwie verdammt ähnlich sehen.
Die Publikationen von …
Open Source Spezial (“130 Seiten Linux-Know-how machen Sie zum Shell-Guru“, 2008, 6,90 EURO)
Linuxuser Spezial (“100 Seiten Linux-Know-how machen Sie zum Shell-Guru“, 2010, 7,90 EURO)
Linuxuser Spezial (“Mit 124 Seiten Linux-Know-how zum Shell-Guru“, 2011, 8,90 EURO)
… weisen dabei nicht nur eine erstaunliche Ähnlichkeit in der Titelschlagzeile auf, sondern auch im Schriftsatz und Heft-Logo. Sogar ein als Blickfang dienender Tux gleicht seinem Pendant bis aufs Haar.
Im Zuge der Finanzkrise scheint der aktuelle (optische) Klon 2010 nicht nur 30 Seiten an Information verloren zu haben (gegenüber 2008), nein, das Heft kostet auch 1 Euro mehr. [Update: Und im November 2011 einen weiteren Euro mehr, nämlich 8,90 EURO. Dafür gibts wieder mehr Inhalt.]
Zwar haben regelmäßige Heftchenleser sowieso schon registriert, dass alle 3 Monate dieselben Themen neu aufgekocht werden, nämlich WLAN, die friedliche Koexistenz von Linux und Windows und Linux als Mediaserver. Bis dato hat man jedoch wenigstens einen neuen Tux und eine neue Schlagzeile geliefert bekommen. Hat man dafür etwa keine Lizenz bekommen? Bevor der Autor dieser Zeilen also morgen früh um Punkt 6 Uhr im Bahnhofskiosk dem verschlafenen Verkäufer das brandaktuelle LinuxUser Spezial aus der Hand reißt, wird er es genüsslich Seite um Seite durchblättern und studieren, bis es gelbe Ränder hat. So ein Heft kostet schließlich 15 Mark 18 Mark und man will ja wissen, ob auch was Neues drinsteht.
Macht ja nix. Wenn das Heft so gut ist wie die Ausgabe 2008. Die steht nach wie vor in meinem Regal, während andere den Gang ins Altpapier angetreten haben. Die Redaktion hat sich übrigens 2010 zu diesem Artikel geäußert. Siehe Kommentare.
Verwandte Artikel:
Hurra! Es lebe die freie Mediengesellschaft!
Ubuntu: Flaschenoptionen deaktivieren?
Klopapier für Linux-Hasser – jetzt bei NORMA!

Artikel





