fußball

Die ungesunde Seite der Fußball-EM

Nürnberg im Mai

Bratwurst, Bier und Bauchparade – beim Passivsport an deutschen Grills dreht sich im Moment alles nur noch um eine Frage: Werden Jogis Jungs mit ihren Millionärshaxen in Frankreich besser zutreten können als die anderen Loser in Europa?

Sport ist gesund. Dies mag für die privilegierten Gladiatoren auf dem Rasen gelten (es sei denn, ein übermotivierter Gegner schlitzt ihnen mit einem soliden Tackling von hinten die Wade auf).

Cartoon von Jos F.

Das passive Millionenheer sitzender Zuschauer auf dem ganzen Kontinent hingegen verwandelt sich während des laufenden Spiels in ein Kollektiv bewegungsloser Konsumenten. Anders gesagt: Selten treiben Europäer weniger Sport als während eines EM-Spiels der eigenen Mannschaft. (...) mehr...

Steuerflüchtling Beckenbauer wird 70

Zu Ehren der „Lichtgestalt“ Franz Anton Beckenbauer wird am Sonntag abend in der ARD ein aalglattes, unkritisches Stück GEZ-Fernsehen in die ballverliebten Hirne der Republik gesendet.

So oder ähnlich sehen es jedenfalls einige Medien, die die „Doku“ vorab sehen konnten. Von einer devoten Doku redet z.B. die TAZ und kritisiert, dass die Schattenseiten des Fußballers, Trainers und Funktionärs Franz B. nur ungenügend berücksichtigt sind, nämlich u.a. …

  • dass Beckenbauer seit 2012 als Lobbyist die Rolle des russischen Erdgases (geführt von der zwielichten GAZPROM) in Europa populärer machen soll
  • dass Beckenbauer trotz Brille und klarem Verstand in Katar irgendwie keine Sklaven sehen können wollte
  • dass Beckenbauer bei der WM-Vergabe 2006 im FIFA-Modus mit kreativer Motivation die Strippen gezogen haben soll
  • Soweit ist das alles gut und richtig. (...) mehr...

    Ist FIFA-Spiele gucken eigentlich noch legal?

    Einst hatte Sepp Blatter die FIFA ernsthaft für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Jetzt, wo rund um Blatter sieben hochrangige FIFA-Funktionäre wegen Korruptionsverdacht verhaftet wurden, muss man sich als TV-Zuschauer langsam fragen, ob man FIFA-Spiele überhaupt noch ansehen kann.

    Oder ob man dadurch Gefahr läuft, zum Unterstützer einer kriminellen Vereinigung zu werden.

    DingDong. Wir sind von der Behörde. Sie schauen doch gerade Fußball. Lassen Sie alles stehen und kommen Sie bitte mit. Sie wissen schon, was Sie da gerade tun? Mann, Mann! Sie gucken ein FIFA-Spiel!

    Noch mehr abzuraten wäre dann natürlich vom Rudelgucken („Public Viewing“). Denn hier wäre die Unterstützung einer kriminellen Vereinigung sogar als organisiert zu werten. (...) mehr...

    Vollpfosten-Bonus – Scheitern muss sich wieder lohnen

    horror

    Na, würden Sie gerne mit der eigenen Inkompetenz so richtig viel Geld verdienen? Würden gerne für Ihr klägliches Scheitern ein dicken Batzen Geld verdienen? Ja? Dann machen Sie es doch wie Borussia Dortmund.

    Deren Haxenmillionäre haben sich zwar derart stümperhaft durch die Saison gestolpert, dass sie die Champions League glatt verfehlt haben. Macht aber nix. Denn Dortmund hat sich gegen das eigene Scheitern versichert und kassiert nun eine hübsche Stange Geld, weil sie nie ins Tor, sondern nur die Latte getroffen haben. Einen Vollpfosten-Bonus quasi. (...) mehr...

    Wettbetrug und Doping: Fußball in der Krise

    Bribe

    Der Profi-Fußball schickt sich an, dem Radsport in Sachen (Un-)Glaubwürdigkeit den Rang abzulaufen. Die europäische Polizeibehörde Europol ist gerade dabei, den größten Fußball-Wettsumpf aller Zeiten trockenzulegen.

    Das ist nicht die einzige Meldung der letzten Tage, die den Fußball im schlechten Licht stehen lässt. Gerade erst hat der Ex-Präsident des spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian in einem Zeitungs-Interview ausgeplaudert, (...) mehr...