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Google und Wikipedia verschlüsselt [UPDATE Februar 2012]

Die Motivation, eine Suchanfrage an Google oder Wikipedia verschlüsselt zu senden, kann viele Gründe haben. Hier sind 3 Kurztipps, wie man diese beiden Seiten verschlüsselt nutzen kann.

Google

Google selbst bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, Suchanfragen per SSL (Secure Socket Layer) zu starten. Solch eine Suchanfrage kann über  https://encrypted.google.com/ gestartet werden. Dies verschlüsselt den Verkehr zwischen dem Nutzer und Google. Dazu gibt es auch ein Addon für Firefox, um die SSL-Suche mit Google in die Navigations-Symbolleiste einzubinden:

google ssl Google und Wikipedia verschlüsselt [UPDATE Februar 2012] wikipedia verschlüsselung suchmaschine startpage SSL secure socket layer scroogle https google firefox addon

Scroogle

[UPDATE: 22.2.2012: Scroogle ist Vergangenheit. Wer eine google-basierte, verschlüsselte, anonyme Suchmaschine sucht, sollte sich alternativ Startpage ansehen.]

Doch vielleicht ist es so manchem egal, ob jemand (z.B. die IT-Abteilung am Arbeitsplatz) theoretisch auf dem Weg zu Google die Suchanfrage “mithören” könnte, sondern er sorgt sich eher darüber, was Google mit seiner Anfrage tun könnte. Solche Nutzer können Scroogle verwenden. Für Suchergebnisse in deutscher Sprache nutzt man: https://ssl.scroogle.org/scrapde8.html.

scroogle Google und Wikipedia verschlüsselt [UPDATE Februar 2012] wikipedia verschlüsselung suchmaschine startpage SSL secure socket layer scroogle https google firefox addon

Der Nutzer sendet zuerst seine Suchanfrage SSL-verschlüsselt zu Scroogle. Scroogle stellt stellvertretend die Anfrage bei Google und übermittelt das Ergebnis verschlüsselt an den Nutzer zurück. Und natürlich gibt es auch ein Firefox-Addon für Scroogle. Dagegen kann man natürlich einwenden, dass man ja nicht wissen kann, was Scroogle mit den Daten macht.

Wikipedia

Auch Wikipedia erlaubt verschlüsselte Anfragen. Und zwar über: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Main_Page

HTTPS-Everywhere

[Update]Via Twitter (thx to @suckup_de) erfahre ich, dass es von der Electronic Frontier Foundation das Addon “https-everywhere” für Firefox gibt, das etliche weitere Seiten zum verschlüsselten Surfen abdeckt. Es ist allerdings noch beta und anscheinend (noch) nicht über die offizielle Firefox-Addon-Seite zu erhalten. [/Update]

SSH-Tunnel bauen und sicher surfen

120px Totley Tunnel western portal SSH Tunnel bauen und sicher surfen wlan windows verschlüsselung ubuntu tunnelbau tunnel telnet sshd ssh squid SMTP sicherheit shell server Secure Shell rdp putty Proxy server proxy netzwerk midori localhost linux http howto hotspot hotel firewall firefox encrypt Domain Name System DNS browser bash 3128 Ein SSH-Tunnel ist ein gesicherter Kanal, der Netzwerk-Protokolle einbetten und verschlüsselt übertragen kann. Der Tunnel führt dabei meist von einem Rechner innerhalb eines fremden, potenziell unsicheren Netzwerks zu einem Server bzw. Netz des Vertrauens. Durch diese Form der  Portweiterleitung können TCP-Protokolle wie HTTP, Telnet, SMTP oder RDP durch ein fremdes Netz hindurch vertraulich genutzt bzw. überhaupt erst zugänglich gemacht werden.

Gründe zum Bau eines Tunnels

Der Bau eines SSH-Tunnels macht Sinn, wenn man sich als mobiler Nutzer mit einem Notebook o.ä. physisch in unbekannten Netzen bewegt (Hotel, Cafe oder Hotspot) und deshalb eine Verschlüsselung des Netzverkehrs wünscht.
Ein weiterer Grund für den Bau eines SSH-Tunnels kann die Firewall bzw. ein anderer Filtermechanismus des fremden Netzes sein, welcher evtl. nicht bei allen Protokollen (Ports, Webseiten…) mitspielen will und den Zugriff auf bestimmte Dienste des entfernten Servers verweigert. Der SSH-Tunnel kann diese Einschränkung umgehen, indem er die Daten des blockierten Protokolls rein über den SSH-Port (i.d.R. Port 22) schickt und sich so trotzdem mit dem gewünschten Dienst verbindet.

800px SSHtunnel SSH Tunnel bauen und sicher surfen wlan windows verschlüsselung ubuntu tunnelbau tunnel telnet sshd ssh squid SMTP sicherheit shell server Secure Shell rdp putty Proxy server proxy netzwerk midori localhost linux http howto hotspot hotel firewall firefox encrypt Domain Name System DNS browser bash 3128

“Veranschaulichung SSH Tunneling” von Christian Mueller; lizenziert unter Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported. Bild anklicken für weitere Lizenzdetails.

Voraussetzung für den Tunnel ist eine funktionierende SSH-Verbindung auf den Server des Vertrauens (im Schaubild hinter der “Firewall 2″). Erlaubt die Fremdnetz-Firewall (im Schaubild “Firewall 1″) die SSH-Verbindung, kann im Prinzip jeder auf dem Server nutzbare Dienst verschlüsselt durch das “unsichere” Netz getunnelt werden.

SSH-Tunnel: Firewall umgehen und verschlüsselt über Proxy surfen

Das folgenden Szenario zeigt exemplarisch, wie ein SSH-Tunnel zum eigenen, entfernten Proxy (z.B. Squid, Port 3128) aufgebaut wird, z.B. weil die Firewall des Hotels bestimmte Webseiten aus übertriebener Vorsicht blockiert hat oder der schniefende Hotelier W. Eiershark nicht unser Vertrauen genießt. Mit dem SSH-Tunnel auf den eigenen Proxy soll die Sperre umgangen werden und/oder das Surfvergnügen vor neugierigen Augen im Fremdnetz geschützt werden:

ich@hotel: ssh nutzer@meinserver -L 4444:meinserver:3128

Nach der Eingabe des SSH-Passworts ist nun der Port 3128 der entfernten Maschine “meinserver” an den frei gewählten Port 4444 auf dem lokalen Rechner (im Hotelzimmer) gebunden. Im Schaubild oben wurden die Ports 15900 – 15904 benutzt. Das symbolische “meinserver” muss natürlich individuell angepasst werden, z.B. mit der  IP-Adresse des Zielservers.

Noch einen Tick sicherer geht es mit der Option -N. Diese beschränkt die  SSH-Verbindung rein auf ihre Tunnelfunktion und unterbindet die Ausführung von weiteren Befehlen. Mit der Option -f wird SSH in den Hintergrund geschickt. Und mit -C fragen wir eine Komprimierung an, um die Datenübertragung zu beschleunigen. Komprimierung ist jedoch nur sinnvoll, wenn der Flaschenhals eine lahme Verbindung ist. Bei schwachbrüstigen Rechnern kann die Komprimierung soviel Ressourcen beanspruchen, dass sich der Effekt umkehrt. Die optimierte Version des Tunnelbaus könnte also so aussehen:

ich@hotel: ssh -fCN nutzer@meinserver -L 4444:meinserver:3128

Alternative: Tunnelbau mit PuTTy

Als grafische Alternative zum Tunnelbau bietet sich PuTTy an, das für Linux und Windows frei erhältlich ist. Nach der Installation werden zunächst im Sitzungsmenü Zielserver und Zielport für SSH angegeben:

putty1 SSH Tunnel bauen und sicher surfen wlan windows verschlüsselung ubuntu tunnelbau tunnel telnet sshd ssh squid SMTP sicherheit shell server Secure Shell rdp putty Proxy server proxy netzwerk midori localhost linux http howto hotspot hotel firewall firefox encrypt Domain Name System DNS browser bash 3128

Danach legt man im Untermenü  ”SSH”  und dann “Tunnels” den lokalen Port 4444 sowie Zielrechner und Zielport fest (meinserver:3128):

putty2 SSH Tunnel bauen und sicher surfen wlan windows verschlüsselung ubuntu tunnelbau tunnel telnet sshd ssh squid SMTP sicherheit shell server Secure Shell rdp putty Proxy server proxy netzwerk midori localhost linux http howto hotspot hotel firewall firefox encrypt Domain Name System DNS browser bash 3128

Dann noch auf “Add” klicken und den Tunnel durch Eingabe des SSH-Passworts öffnen.

Browsereinstellungen anpassen

Ob Kommandozeile oder PuTTy: Nun muss man nur noch dem Browser beibringen, dass er als Proxy “localhost:4444″ nutzen soll. Alle Anfragen an “meinserver:3128″ laufen danach über Port 4444 des lokalen Rechners und werden von dort durch das unsichere Netz verschlüsselt an den Proxy auf “meinserver” getunnelt – und zurück. Für den Webbrowser Midori z.B. ändert man die Einstellungen wie folgt:

netzwerk einstellungen fc3bcr midori1 SSH Tunnel bauen und sicher surfen wlan windows verschlüsselung ubuntu tunnelbau tunnel telnet sshd ssh squid SMTP sicherheit shell server Secure Shell rdp putty Proxy server proxy netzwerk midori localhost linux http howto hotspot hotel firewall firefox encrypt Domain Name System DNS browser bash 3128

Man kann nun prüfen, ob alles geklappt hat, indem man z.B. What is my IP ansurft. Wenn nun die IP-Adresse von “meinserver” angezeigt wird, dann werden alle Browseranfragen verschlüsselt zum Proxy getunnelt. Manche Proxies geben jedoch die Ursprungs-Client-ID weiter. Die zuverlässigere Methode ist es daher wohl, den Verkehr mit einem der gängigen Netzwerkanalysetools zu beobachten und sicherzustellen, dass ein Webseitenaufruf keine HTTP-, sondern SSH-Einträge erzeugt.

Nach diesem Prinzip kann man auch andere Dienste auf dem eigenen Server verschlüsselt und unter Umgehung eventueller Firewallhindernisse erreichen (Mailserver, diverse Chatanwendungen usw.). In der Konfiguration des jeweiligen Programms muss man nur die jeweiligen Einstellungen so anpassen, dass das Programm den festgelegten Port auf “localhost” als Tunneleingang nutzt.

Weiterführende Infos

Dieser Artikel heißt “SSH-Tunnel bauen und sicher surfen”. Die Sicherheit bezieht sich dabei natürlich nur auf den Verkehr, der verschlüsselt zwischen Rechner und Proxy stattfindet. Der Verkehr zwischen Proxy und den angesurften Seiten in der “bösen Wolke” ist mit Ausnahme von HTTPS-Verbindungen natürlich wie immer unverschlüsselt.

Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass beim Tunnel zum Proxy die DNS-Anfragen weiterhin im unsicheren Netz sichtbar sind und Rückschlüsse auf angesurfte Domains zulassen können (nicht jedoch auf konkrete Seiten).

Des weiteren gibt es die Option einen SOCKS-Proxy aufzusetzen, der eine dynamische Portweiterleitung betreibt und durch den auch TCP-Protokolle generisch getunnelt werden können (ohne einen eigenen Tunnel für jeden einzelnen Dienst aufsetzen zu müssen). Der Server am Tunnelende leitet dabei alle Anfragen (theoretisch) an den zugehörigen Port weiter. Interessenten sollten sich dazu die Option -D von ssh ansehen.

Fehlt nur noch der Hinweis, das das Tunneln ggf. nicht den Richtlinien des Fremdnetzbetreibers entspricht und im Zweifelsfall dessen Einverständnis eingeholt werden muss. Happy Tunneling!

Links:

Wikipedia: Tunnel (Rechnernetz)

Proxy Firefox through a SSH-Tunnel

http://www.revsys.com/writings/quicktips/ssh-tunnel.html

http://paulstamatiou.com/how-to-surf-securely-with-ssh-tunnel

Firefox’ ungebetene URL-Vorschläge unterbinden

Im Mai 2009 hatte ich mich schon einmal darüber beklagt, dass Firefox 3.x (hier: Jaunty Jackalope) in der Standardeinstellung in vorauseilendem Gehorsam ungewollte Vorschläge unterbreitet, wohin man evtl. surfen will (sog. Awesome Bar ,ehemals Smart Bar, Dank an Eden).

Dies nervt nicht nur deshalb, weil damit die Sicht auf den wesentlichen Inhalt verstellt wird, sondern auch, weil jeder Freund/Kollege/zufällig Anwesende sehen kann, wohin man in der Vergangenheit gesurft ist. Update: Dies gilt auch im privaten Modus, wenn auch nur für die Lesezeichen; siehe Kommentare.

urlbar1 Firefox ungebetene URL Vorschläge unterbinden urlbar url ubuntu planetuu lucid lynx linux jaunty integer firefox config browser boolean about:config

In meinen Augen ist es außerdem eine Ressourcenverschwendung. 2009 beschrieb ich auch, wie man das Problem damals lösen konnte (Artikel).

Doch wie aus dem Nichts begann Firefox (3.6.12, Linux: Ubuntu Lucid Lynx) heute wieder, ungefragt Vorschläge zu unterbreiten. Aus welchem Grund auch immer. Inzwischen hat sich auch die Konfiguration geändert, um sich dieses Phänomen vom Hals zu schaffen.

Und so bändigt man das indiskrete, ressourcenfressende und sichtbehindernde Merkmal in Firefox 3.6.12:

In der Adressleiste gibt man ein:

about:config

Dann filtert man die Konfiguration nach “browser.urlbar” und ändert die folgenden Werte auf false bzw 0:

browser urlbar Firefox ungebetene URL Vorschläge unterbinden urlbar url ubuntu planetuu lucid lynx linux jaunty integer firefox config browser boolean about:config

Während browser.urlbar.autocomplete.enabled (“false”) das Merkmal komplett abschaltet, setzt der untere Wert die Anzahl der Vorschläge, die angezeigt werden sollen.  Belässt man den oberen Wert auf true, könnte man mit browser.urlbar.maxRichResults = 1 z.B. dafür sorgen, dass bei aktiver Smart Bar Awesome Bar nur 1 Vorschlag angezeigt wird.

Firefox: Grafiken blockieren mit Adblock Plus

Webseiten mit aufdringlichen Grafiken können das Surfvergnügen mindern. Adblock Plus für Firefox blockiert diesen “optischen Lärm”.

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Der Open-Source-Webbrowser Firefox ist nicht nur für Linux-Distributionen wie Ubuntu, sondern auch für Windows und Macintosh erhätlich. Mit der Erweiterung Adblock Plus bekommt der Nutzer eine praktische Hilfe zur Bereinigung unerwünschter Grafiken an die Hand. Der Unterschied einer Webseite im Vergleich zu ihrer angepassten Form kann gravierend sein. Im folgenden Beispiel verändert sich das Aussehen der Seite mit Hilfe des Werbeblockers signifikant:

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YouTube ohne Werbeblocker

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YouTube mit Adblock Plus

Animierten Vergleich (980×460) ansehen

Adblock Plus von Wladimir Palant ist eine der beliebtesten Erweiterungen für Firefox, da sie dem Benutzer Kontrolle über die Darstellung von Webinhalten gibt. Unerwünschte Grafiken mit Nervfaktor können vorübergehend oder dauerhaft ausgeblendet werden. Nach der Installation von Adblock Plus lässt sich die Werbegrafik (ganz oben) in drei Schritten entfernen:

1. Rechtsklick auf die Grafik

2. Grafik (bzw. Frame) blockieren auswählen

3. Auswahl bestätigen .

Nicht nur einzelne Bilder können geblockt werden, sondern auch ganze logische Gruppen oder Domains. Werden ganze Rahmen unterdrückt (wie in obigem Beispiel), rutscht der weiter unten liegende Inhalt einfach nach oben nach. Der Grafikblocker ist einfach zu bedienen. Hat man eine Filterliste abonniert, übernimmt diese einen Teil der Arbeit. Bitte beachten: Es sollten nicht zu viele Listen gleichzeitig abonniert sein.

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Login web.de

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Login (angepasst)

Animierten Vergleich (980 x 460) ansehen

Im zweiten Beispiel wurden nur einzelne Grafiken geblockt, der entstandene Platz bleibt frei. Der Knüller wäre es nun natürlich, wenn man den entstandenen Platz mit etwas Sinnvollem füllen könnte. Die Inhalte würden sich dann aus Fülllisten rekrutieren, die man abonniert bzw. selbst erstellt. So könnte man manch unerwünschte Grafik durch RSS-Nachrichten, Bilder aus dem Urlaubsordner oder gemeinnützige Werbung ersetzen.

Fazit: Die Erweiterung Adblock Plus steht ganz oben auf der Muss-man-haben-Liste. Mit ein paar Klicks ist eine überladene Seite schnell von Ballast bereinigt. Für häufig besuchte Seiten lohnt sich dies allemal.

Laut Webseite unterstützt AdblockPlus neben Firefox auch: Firefox Mobile (Fennec) 1.0, Thunderbird 3.0, SeaMonkey 2.0, Songbird 1.4, Prism 1.0 Beta 1 — oder höher.

Adblock Plus Überblick und FAQ

Wieviel Strom verbrauchen Programme?

Ich habe mich heute gefragt, welchen Einfluss Programme (und auch Hardware)  auf den Stromverbrauch meines Ubuntu-Notebooks haben.

Getestet wird auf einem HP Pavilion Notebook. Wie schon bei meinen anderen Artikeln zum Stromverbrauch (Hinweise am Artikelende) kommt das Messgerät Brennenstuhl PM230 zum Einsatz und es wird mit Ubuntu getestet. Das Notebook läuft unter Ubuntu Linux “Lucid Lynx” mit Xfce als Desktopumgebung. Der Basisverbrauch (ohne zusätzlich geöffnete Anwendungen) beträgt rund 31 Watt im offline Modus ohne laufende Serverdienste wie cupsd usw.

Bei Desktopsystemen mit externer Hardware kann der Basiswert auch schon mal 100 Watt betragen oder gar deutlich darüber liegen. Notebooks verbrauchen im Vergleich dazu deutlich weniger Strom.

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Laptop mit Ubuntu (DVB-T mit Me-TV) - 42 Watt

 

Ich bin gespannt. Während des Bootvorgangs schwankt der Stromverbrauch stark. Durchschnittswert ca. 42 Watt. Zum Beginn meiner Reise starte ich Firefox (offline auf leere Startseite). Der Verbrauch geht kurzfristig vom Basiswert 31 auf den Spitzenwert von ca. 45 Watt in die Höhe und pendelt sich nach erfolgreichem Öffnen des Programms knapp über dem Basiswert (ca. 31 – 32 Watt) ein.

Schließe Firefox. Vom Basiswert aus verbinde ich einen TV-Stick WinTV Nova-T von Hauppauge per USB mit Ubuntu. Gemessener Wert: ca. 36 bis 37 Watt. Starte jetzt DVB-T Me-TV. Das Vergnügen auf arte braucht insgesamt zusätzliche ca. 9 Watt, insgesamt 42 Watt.

Nun will ich mal sehen, wie sich die Vorzüge meiner Grafikkarte GeForce Go 7400 im Stromverbrauch niederschlagen. Getestet wird mit dem Ballerspiel Critical Mass. Stromverbrauch: ca. 51 Watt, satte 18 Watt über dem Basiswert.

Als nächstes teste ich die WLAN-Verbindung, die mich automatisch mit meinem Router verbindet. Nach erfolgreicher Verbindung messe ich ca. 33 Watt, rund 1 – 2 Watt mehr.

Höchste Zeit, Firefox online zu testen und ihm richtig schön Arbeit zu geben. Aus der Liste opulenter Webseiten surfe ich auf bundesliga.de und der Watt-Verbrauch pendelt sich zwischen 39 und 43 Watt ein. Dies gilt jedoch nur, solange Firefox im Vordergrund bleibt und die Flash-Animationen auch auf dem Display anzeigen muss. Schlummert das Programm in der Taskleiste, geht der Verbrauch auf ca. 33-34 Watt zurück.

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Firefox auf ubuntuusers.de: 34 Watt

 

Ich surfe mal lieber auf eine bescheidenere Seite. Ca. 34 Watt nach dem Laden der Seite ubuntuusers.de. Dieser Wert bestätigt sich so ähnlich auch für viele andere Seiten ohne Werbung und anderen großen Firlefanz. Ich schließe den Browser und lande wieder bei ca. 33 Watt.

Ein Download bei chip.de und der Verbrauch steigt auf ca. 37 Watt.

In einer Tabelle  habe ich die Anwendungen und ihren vermeintlich zusätzlichen Verbrauch (nach Abzug des Basiswertes) kurz zusammengefasst. Alle Messungen sind nichts weiter als Schnappschüsse unter bestimmten Bedingungen und können Schwankungen unterliegen. Sie sind erhoffte Annäherungswerte ohne statistischen Wert. Zur Ermittlung wurde je Versuch mindestens 3 mal gemessen.

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Tabelle: Gemessener zusätzlicher Stromverbrauch (Notebook HP Pavilion, Ubuntu Linux) im Vergleich zum Basiswert

Verwandte Artikel:
Stromverbrauch Vergleich: Ubuntu, Suse, Vista

Was Hardware im Standby verbraucht

New Update: "Gesunder Menschenverstand"

Das größte Sicherheitsrisiko des Computer sitzt bekanntlich immer vor demselbigen (und trinkt billigen Kaffee). Netzwerksicherheit ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Daran soll das folgende Beispiel noch einmal erinnern:

attackierende webseite1 New Update: "Gesunder Menschenverstand" wurm windows virus update trojan software sicherheit sibirien security risiko pc netzwerk mensch linux homo sapiens gesundheit gesunder menschenverstand firewall firefox dummheit computer browser botnet blog

Firewall und Virenscanner helfen nur wenig, wenn das Hochsicherheitsrisiko homo sapiens dem Bösewicht höchstpersönlich die Pforten öffnet und aus freien Stücken die vergiftete Suppe in sich hineinlöffelt. Immer mehr Schurken haben dies längst erkannt und versuchen Zugriff auf PCs zu bekommen, indem sie das schwächste Glied im Zusammenspiel eines Computers attackieren: den sogenannten gesunden Menschenverstand. Der Angriff auf den gesunden Menschenverstand erscheint deshalb so lohnenswert, da jeder  Mensch glaubt, ihn zu besitzen (und nur die anderen zu doof sind).

Botnetze haben also eine große Zukunft, denn sie speisen sich aus der schier unerschöpflichen Ressource von Unwissenheit und Selbstüberschätzung des lustorientierten Individuums.

Firefox & Co geben sich große Mühe diese gigantische Schwachstelle Mensch zu stopfen (wenn diese Schwachstelle das richtige Häkchen aktiviert hat):

sicherheit New Update: "Gesunder Menschenverstand" wurm windows virus update trojan software sicherheit sibirien security risiko pc netzwerk mensch linux homo sapiens gesundheit gesunder menschenverstand firewall firefox dummheit computer browser botnet blog

Pech haben nur die, die in den Fettnapf getreten sind, bevor die Seite als attackierend gemeldet wurde. Irgendwo, im dunklen Keller einer sibirischen Provinz, werden sie dann, ohne es zu ahnen, als unfreiwillig kollaborierende Pioniere der neuesten Schadsoftware gefeiert. Ein Ende dieses Spiels ist nicht abzusehen. Denn es ist wohl kaum anzunehmen, dass eines Tages ein Fenster mit der Botschaft aufpoppt:

gesundermenschenverstand New Update: "Gesunder Menschenverstand" wurm windows virus update trojan software sicherheit sibirien security risiko pc netzwerk mensch linux homo sapiens gesundheit gesunder menschenverstand firewall firefox dummheit computer browser botnet blog

Bitte deaktivieren Sie den Werbeblocker!

Eine nette Variante, um ungeliebte Werbeblocker zu unterbinden gibt es auf: http://router-faq.de. (Stand: 10.10.2011)

Um den Effekt zu sehen, muss ein Werbeblocker wie z.B. AdblockPlus aktiviert sein. Sonst sieht man nur …. Werbung… (oder so was – keine Ahnung, ich nutze Adblock Plus.)

Zitat:

Arbeiten Sie gerne umsonst? Sicherlich nicht und warum verlangen Sie es von anderen? (…) Deswegen bitte ich Sie, den Werbeblocker auf dieser Seite zu deaktivieren.

Sicherlich doch! Denn, nun ja, dieses (mein) Blog ist ein Blog (Stand 10.10.2011), das keine Werbung hat. Ich arbeite umsonst dafür. Ja, und zahle sogar drauf dafür, dass andere dieses Blog nutzen. Ob Sie einen Werbeblocker auf Netz10 nutzen oder nicht ist mir gelinde gesagt Wurst…

Siehe auch meinen Artikel: Werbeblocker: Seuche der Neuzeit?, der versucht, das ganze Thema ein bisschen umfassender und ausgewogen (na ja, ich bin natürlich schon vorbelastet) zu betrachten.

Skriptmonster gesucht! Welche Seite hat die meisten Skripten?

Es ist schon erstaunlich, wieviele Skripten (Java, Flash, Javascript …) manche Webseiten glauben, ausführen zu müssen. Während manche Skripten nur funktionaler Natur sind (“Toll! Ein buntes Video!”), sammeln andere fleißig Nutzerdaten oder können gar eine Gefahr für das System darstellen. Um die Flut an Skripten einzudämmen, habe ich schon vor geraumer Zeit das Firefox Addon “NoScript” installiert und dies an anderer Stelle bereits heiß empfohlen (NoScript Artikel). Beim Versuch, ein Cheat Sheet herunterzuladen, stieß ich heute auf Folgendes:

makeuseofscripts Skriptmonster gesucht! Welche Seite hat die meisten Skripten? windows skript sicherheit security script noscript monster linux javascript java google flash firefox doubleclick browser blog addon

Gezählte blockierte Skripten: 12. Um auf die Ursprungsseite zu gelangen, bitte auf das Bild klicken (Disclaimer). Sicher gibt es noch Seiten, die noch mehr Skripten ausführen wollen.

Diese Seiten sucht LinuxNetz! Wer mit den 12 Skripten mithalten kann, oder sie sogar überbieten kann, kann den Link dazu in den Kommentaren posten.

Mit RefControl WordPress-Statistiken testen

Bei WordPress gehostete Blogs beanspruchen, in der Statistik keine eigenen Hits auf den eigenen Blog zu zählen:

wordpress stat referer bottom1 Mit RefControl Wordpress Statistiken testen wordpress sicherheit referer linux firefox blog addon

Ist dies wirklich so?

Wie gut, dass es die Firefox Erweiterung “RefControl” gibt, mit der man den Referer durch eine beliebige URL ersetzen kann. Ich habe meinen Wunschreferer festgelegt als:

http://wordpress.counts.your.own.referer.org/

bildschirmfoto refcontrol seiten eigenschaften Mit RefControl Wordpress Statistiken testen wordpress sicherheit referer linux firefox blog addon

Wird dieser gefakte Referer in der Blogstatistik auftauchen ? Hier sind alle erfassten Seiten aufgeführt, von denen Besucher den Weg durch einen Link auf diesen Blog laut WordPress gefunden haben (Statistik für Referer):

wordpress counts ref Mit RefControl Wordpress Statistiken testen wordpress sicherheit referer linux firefox blog addon

Na gut, wenn ich nicht eingeloggt bin, wie soll die Statistik da wissen, dass es gerade ich bin, der angesurft kommt, denke ich mir. Hm.  “We don’t count your own visits to your blog” gilt also nur für eingeloggte, da identifizierbare Blogbenutzer. Die Vorführsession auf des Kumpels Computer zählt. Warum auch nicht?

Gerade für kleine Blogs gilt daher also wohl noch immer: Je überschaubarer die Besucherzahlen, desto ungenauer sind die Statistiken…

Firefox 3: “Smart Bar” deaktivieren

Mit der “Smart Bar” hat in Firefox 3 ein Feature Einzug gehalten, das dem Benutzer das Surferlebnis eigentlich erleichtern soll, das aber auch Nachteile mit sich bringt.

[Update] Aus der “Smart Bar” ist inzwischen die “Awesome Bar” geworden (z.B. Firefox 3.6). Auch die Lösung des hier beschriebenen Problems für aktuellere Firefox-Versionen hat sich geändert und ist nun im Artikel Firefox’ ungebetene URL-Vorschläge unterbinden beschrieben [/Update]

Während des Tippens macht der beliebte Feuerfuchs ständig  Vorschläge, wohin die Reise gehen soll – auf Basis bereits angesurfter Seiten:

smarterbar Firefox 3: Smart Bar deaktivieren ubuntu smart bar open source linux jaunty firefox browser about:config 9.04

Firefox 3 Smart Bar macht Vorschläge - anonymes Surfvergnügen?

Für die meisten Benutzer dürfte dies eine Erleichterung beim Surfen sein. Doch das hübsche Fenster nimmt auch die Sicht auf den darunterliegenden Inhalt und verlangsamt die Performance auf älteren Rechnern. Außerdem surfen viele Menschen in sozialen Umgebungen, wo andere ihnen ständig auf den Bildschirm glotzen. Muss der Abteilungsleiter  denn wirklich sehen können, wieviele Forenbeiträge auf ubuntuusers.de man schon angesurft hat, nur weil man eine Seite ansurft, die eben auch mit “for” beginnt? Als ich neulich bei einem Freund war, wolte er mir eine bestimmte Seite zeigen. Während er diese Seite anwählte, poppte die Smart Bar mit einer ganzen Reihe von Vorschlägen auf, deren Inhalt ich hier lieber nicht wiedergeben möchte… Über einen Menüeintrag lässt sich die Smart Bar offenbar nicht abschalten.

Um die Smart Bar trotzdem zu deaktivieren, geht man so vor:

[Update: Für spätere Firefox-Versionen, z.B. 3.6.x hat sich die Konfiguration geändert. ]

1. In der Adresszeile “about:config” aufrufen

2. Mit der Filterfunktion die Suche auf “browser.urlbar” eingrenzen

3. Den Wert “browser.urlbar.matchOnlyTyped” auf “true” setzen (Doppelklick)

4. Den Wert  “browser.urlbar.maxRichResults” auf “0” setzen (Doppelklick und Eingabe)

5. Firefox 3 neu starten

aboutconfig smartbar Firefox 3: Smart Bar deaktivieren ubuntu smart bar open source linux jaunty firefox browser about:config 9.04

Firefox 3: Smart Bar deaktivieren

Fertig! Der in vorauseilendem Gehorsam geschwätzige Firefox 3 ist zum Schweigen gebracht. Und schließlich gibt es ja immer noch die Browserhistorie bzw. Chronik, über die man angesurfte Seiten erneut aufrufen kann…