Posts Tagged ‘ cloud computing ’

OwnCloud 3 – Wolke im Eigenbau

logo wide1 OwnCloud 3   Wolke im Eigenbau wolke ubuntu planetuu php owncloud open source linux cloud computing cloud arch apache OwnCloud, die quelloffene selbstverwaltete Datenwolke, ist heute in Version 3 mit neuen Funktionen und Verbesserungen erschienen.

Seit der Version 2 im Oktober (Artikel mit weiteren Hintergrundinfos) hat sich inhaltlich einiges getan. Eine kurze subjektive Auswahl: Der neue Texteditor ist zwar noch grundlegend, sieht aber bereits sehr brauchbar aus. Neu hinzugekommen sind u.a. eine Galeriefunktion und ein Logfile-Viewer. Der neue PDF-Viewer hat bei mir manchmal noch Probleme, Dokumente korrekt anzuzeigen (Abhilfe: Breite “Page Width” wählen). Die Kalenderfunktion fühlt sich jetzt viel flüssiger an.

Wie schon in Version 2 kann man natürlich Daten auf Basis von Nutzern und Gruppen teilen, oder sie komplett in die Öffentlichkeit entlassen. Hier könnt Ihr auf ein paar öffentliche Dateien auf meiner OwnCloud Installation zugreifen. Die Integration des Dateimanagers mit WebDAV hat für mich schon seit Version 2 funktioniert, sowohl mit Ubuntu/Nautilus, als auch mit Arch/Thunar.

Auch die Webseite wurde überarbeitet und übersichtlicher gestaltet. Owncloud 3 steht außerdem als offizielle Demo-Installation bereit. Hier könnt Ihr alle Funktionen und das “Look and Feel” von Owncloud 3 testen.

Weitere OwnCloud Links:
InstallationsanleitungSource codeMailing listIRC channelDiasporaIdenti.ca

Cloud Computing – Technik der Vergangenheit

yves guillou orage Cloud Computing   Technik der Vergangenheit wolke schwachsinn schmitz megaupload IT cloud computing cloud Bis vor kurzem war “Cloud Computing” eines der unabdingbaren Buzzwords, das in jedem Vortrag vorkommen MUSSTE, der irgendwas mit IT zu tun hatte. Im Sog der PR-Posaunen bahnte sich ein scheinbar nie endender Schwall privater Daten seinen Weg auf die megagroßen Server in einem fremden Land.

Die Abschaltung des “Filesharers” Megaupload ist eine harte Zäsur, nach der viele Menschen überdenken dürften, ob es wirklich Sinn macht, seine Daten irgendeinem anonymen Hanswurst zu überantworten, der sich am Ende mit einer Schrotflinte in einem Panikraum verschanzt.

Natürlich scheint das Geschäftsmodell von Megaupload in erster Linie gewesen zu sein, Strukturen zu schaffen, die den illegalen Austausch “geschützter” Daten begünstigten. Der offiziellen Lesart zufolge war es ein Dienst, der dem Speichern und Teilen legaler Daten dienen sollte. Und nicht wenige nutzten den Dienst tatsächlich dafür, persönliche Filmchen, Fotos und Dokumente zu speichern und mit Freunden zu teilen. Megaupload ist jetzt Vergangenheit. Und damit sind auch alle legal gespeicherten Daten futsch und zudem in den Händen einer dritten Partei. Read more »

OwnCloud – die Wolke bist Du

Cloud Computing ist einer der großen Trends in der Computerwelt. Die Idee dahinter klingt verlockend: Texte, Songs, Lesezeichen usw. werden zentral auf einem Server abgelegt. Mehrere Nutzer können von verschiedenen Computern auf diese Ressourcen zugreifen, diese Daten verändern und neue Dateien hinzufügen.

Der große Vorteil ist, dass die Daten für alle Nutzer immer synchron bleiben und dass man quasi von jedem Computer im Internet auf diese Daten zugreifen kann. Externe Dienste wie z.B. Ubuntu One oder Dropbox können mit relativ geringem Aufwand (Installation, Konfiguration) genutzt werden.

Ein Nachteil ist sicher, dass man sich von einer Internetverbindung abhängig macht. Kein Internet, keine synchronen Daten. Ein zweiter Nachteil ist natürlich, dass die Daten i.d.R. als Kopie bei einem fremden, externen Dienstleister auf der Platte liegen. Sensible Daten möchte man da nicht unbedingt hochladen bzw. man muss sie verschlüsseln. Für viele Menschen ist das herkömmliche Cloud Computing deshalb ein absolutes No go.

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OwnCloud: Lesezeichenverwaltung mit dem Webinterface

Das Open-Source-Projekt OwnCloud verfolgt einen anderen Ansatz. Statt die Daten einer externen Instanz anzuvertrauen, nimmt OwnCloud die Sache selbst in die Hand. Das quelloffene OwnCloud stellt die Struktur zur Verfügung, um Dateien in Eigenverantwortung in einem Netz zentral zu verwalten. Quasi eine persönliche Wolke unter eigener Kontrolle.

OwnCloud ist am 11.Oktober 2011 in Version 2 erschienen (Lizenz: AGPL Version 3) und ist noch in einem frühen Entwicklungsstadium und noch nicht für den produktiven Einsatz geeignet.

Wer seine eigene Wolke bauen will, braucht natürlich einen Server, der als zentraler Knotenpunkt erreichbar ist. Dieser muss nicht unbedingt im bösen, bösen Internet stehen. Denkbar ist OwnCloud auch für die bequeme Datenverwaltung in internen Netzen wie z.B. in Firmen, Universitäten oder Wohngemeinschaften.

Mindestanforderung für OwnCloud ist ein Webserver (wie Apache, bevorzugt mit HTTPS), PHP und eine Datenbank (wie MySQL). Wer so einen LAMP-Server auf die Beine gestellt hat, den wird die Installation von OwnCloud nicht vor unlösbare Probleme stellen.

Nach der Installation ist der Zugriff  auf die Daten für den Nutzer auf zweierlei Wegen möglich: Zum einen per Login über den Browser (Webinterface). Die Übertragung kann dabei mit HTTPS verschlüsselt werden. Die Daten können aber auch mit Hilfe von WebDAV in Dateimanager wie z.B. Nautilus integriert werden. Beide Methoden werden nicht nur von Linux unterstützt, sondern auch von den gängigen kommerziellen Betriebssystemen.

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Integration in den lokalen Dateimanager (Ubuntu, Nautilus) mit WebDAV und SSL

Über das Webinterface können u.a. reguläre Dateien, Lesezeichen und Kontakte verwaltet werden. Außerdem gibt es eine Kalender- und eine Adressbuchanwendung. Sie unterstützt die offenen Protokolle CardDAV and CalDAV zur Synchronisierung von Kalendern wie Thunderbird Lightning, Kontact oder Evolution. Außerdem steht ein Backend für OpenID und LDAP zur Verfügung. Mit Ampache gibt es einen integrierten Musikplayer zum Streamen von Audiodateien:

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Musik aus der persönlichen Wolke: Integrierter Ampache Player (Webinterface)

Wer sich jetzt nicht wirklich vorstellen kann, was OwnCloud kann, oder wer es einfach mal über das Webinterface testen möchte, der kann OwnCloud auf der Webseite des Projekts ausprobieren.

Allzu hoch sollte man seine Erwartungen an OwnCloud noch nicht schrauben (“It is alpha software in development and should be treated accordingly.”). Im Test nach der Installation funktionierten zwar die grundlegenden Features. Aber auch die eine oder andere Macke trat noch zu Tage – der Teufel steckt oft noch im Detail. Alpha eben.

OwnCloud 2.0 zeigt, wohin der Weg führen kann. Es braucht aber noch ein bisschen Zeit, um Kinderkrankheiten zu überwinden, weitere Funktionen hinzuzufügen und den Komfort zu verbessern.

Initiator von OwnCloud ist Frank Karlitschek, der u.a. auch bei Opendesktop.org mitmischt. Rund 15 Hauptentwickler sind zur Zeit an dem Projekt der “selbstverwalteten Wolke” beteiligt. Ein Projekt, das es verdient, im Auge behalten zu werden.

Ob fremd- oder selbstverwaltet: Die wirklich sensiblen Daten sind netzunabhängig immer noch am Besten aufgehoben. Zum Beispiel auf einer externen, verschlüsselten Festplatte, eingemauert im Fundament eines Ziegenstalls auf den Färöerinseln…

OwnCloud Links:
InstallationsanleitungSource codeMailing listIRC channelDiasporaIdenti.ca