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Mit RefControl WordPress-Statistiken testen

Bei WordPress gehostete Blogs beanspruchen, in der Statistik keine eigenen Hits auf den eigenen Blog zu zählen:

wordpress stat referer bottom1 Mit RefControl Wordpress Statistiken testen wordpress sicherheit referer linux firefox blog addon

Ist dies wirklich so?

Wie gut, dass es die Firefox Erweiterung “RefControl” gibt, mit der man den Referer durch eine beliebige URL ersetzen kann. Ich habe meinen Wunschreferer festgelegt als:

http://wordpress.counts.your.own.referer.org/

bildschirmfoto refcontrol seiten eigenschaften Mit RefControl Wordpress Statistiken testen wordpress sicherheit referer linux firefox blog addon

Wird dieser gefakte Referer in der Blogstatistik auftauchen ? Hier sind alle erfassten Seiten aufgeführt, von denen Besucher den Weg durch einen Link auf diesen Blog laut WordPress gefunden haben (Statistik für Referer):

wordpress counts ref Mit RefControl Wordpress Statistiken testen wordpress sicherheit referer linux firefox blog addon

Na gut, wenn ich nicht eingeloggt bin, wie soll die Statistik da wissen, dass es gerade ich bin, der angesurft kommt, denke ich mir. Hm.  “We don’t count your own visits to your blog” gilt also nur für eingeloggte, da identifizierbare Blogbenutzer. Die Vorführsession auf des Kumpels Computer zählt. Warum auch nicht?

Gerade für kleine Blogs gilt daher also wohl noch immer: Je überschaubarer die Besucherzahlen, desto ungenauer sind die Statistiken…

Linux: Grüße aus dem Sommerloch!

tuxshotadcopyrightneu Linux: Grüße aus dem Sommerloch! tux linux copyright 2009

“Alle Rechte vorbehalten”

Mit scp Dateien kopieren

Dieser Beitrag befasst sich mit der verschlüsselten Datenübertragung zwischen entfernten Rechnern per scp.

Als Szenario dient die Datenübertragung von einem lokalen Rechner auf das Open Source Telefon Openmoko Freerunner. Um auf den Freerunner bequem vom Laptop zuzugreifen, ist ssh sicher eine gute Lösung. Wie in einem früheren Artikel beschrieben, können mit ssh sogar grafische Anwendungen per Fernverbindung ausgeführt werden. Voraussetzung für den Datentransfer ist, dass zwischen beiden Systemen grundsätzlich eine ssh-Verbindung stattfinden kann (Standard Port 22). In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass beide Systeme im selben lokalen Netz 192.168.0.0 liegen und Nutzer von ssh sich mit Passwort identifizieren.

Das Programm scp (secure copy) basiert auf rcp und nutzt eine ssh-Verbindung, um verschlüsselt zwischen den Rechnern Dateien zu transferieren. Dazu werden die selben Authentifizierungsmechanismen wie bei ssh herangezogen. Im folgenden Beispiel sollen vom lokalen Rechner (192.168.0.20) alle 3 Bilder aus dem Ordner /media/pics/ in das Zielverzeichnis /media/card/pics/ auf die Erweiterungskarte des Freerunners (192.168.0.21; Benutzer: just) kopiert werden.

Dateien mit scp kopieren

/media/pics$ scp * just@192.168.0.21:/media/card/pics/
just@192.168.0.21′s password:

1.png    100% 1817     1.8KB/s   00:00
2.png    100%   82     0.1KB/s   00:00
3.png    100%    0     0.0KB/s   00:00

Dies funktioniert allerdings nur, wenn Verzeichnisse nicht rekursiv kopiert werden sollen. Sonst muss die Option -r an scp angehängt werden:

Verzeichnisse rekursiv kopieren:

scp -r wikinews just@192.168.0.21:/media/card/

Obiger Befehl kopiert den Ordner “wikinews” samt seiner Unterordner und aller Inhalte. Der komplette Ordner findet sich dann auf dem Freerunner unter /media/card/wikinews wieder.

Weitere nützliche Optionen:
-P    Portangabe
-v    verbose (ausführlich)
-q    quiet

Mehr Freerunner Artikel

Leistungseinbusen bei "RecordMyDesktop"

Bei RecordMyDesktop kann es offenbar zu Leistungseinbusen kommen.

Zumindest, wenn man unter Ubuntu Jaunty die MIT-Shm Erweiterung zu deaktivieren gedenkt. Dies ist nicht empfehlenswert – es drohen nämlich enorme Leistungseinbusen. Alle Mann in Deckung!
leistungseinbusen Leistungseinbusen bei "RecordMyDesktop" ubuntu recordmydesktop open source MIT Shm linux jaunty gnome Desktop
Achtung! Starke Leistungseinbusen bei RecordMyDesktop!

Wer das nicht will, der sollte auf keinen Fall bei  “MIT-Shm Erweiterung” das Häkchen falsch setzen.

Freies Linux Comic

Die Linux-Comics “Hackett and Bankwell” sind nun als freies PDF Ebook  erschienen.

hackett and bankwell 1 ebook Freies Linux Comic windows ubuntu tux shell planetuu pdf microsoft linux lernen erziehung ebook download creative commons comic bildung bash

Ausgabe 1

Schon vor einigen Wochen haben sich die Autoren entschieden, die beiden Ausgaben als freies PDF Ebook unter die Lizenz Creative Commons zu stellen. Die Comicreihe will nicht nur mit Linux unterhalten, sondern hat sich auch aufklärerische Aspekte auf die Fahnen geschrieben. Ausgabe 1 (35 Seiten pdf, Bild links) richtet sich u.a. an proprietär geprägte Poweruser, die auf Ubuntu Linux migrieren wollen.

Jerome Bankwell und der pinguineske Hackett haben ein Video-Produktionsstudio für Dokumentationen erworben. Das rückständige Unternehmen nutzt ausschließlich Software der Firma Mastersoft. Die Helden zeigen der Crew, wie man ein anständiges OS (nämlich Ubuntu) installiert und sich auf dem Linuxsystem zurechtfindet…

linuxcomic Freies Linux Comic windows ubuntu tux shell planetuu pdf microsoft linux lernen erziehung ebook download creative commons comic bildung bash

Hackett and Bankwell

In Ausgabe 2 kommt es dann zum Clash der Systeme.  So ganz nebenbei werden dem Leser die Grundzüge der Kommandozeile nahegebracht. Die Comics können natürlich auch auf realem Papier bestellt werden. Die freie PDF Version unter Creative Commons kann hier heruntergeladen werden:

Hackett and Bankwell Issue 1

Hackett and Bankwell Issue 2

Hackett and Bankwell Homepage

Viel Spaß beim Lesen!

Firefox 3: “Smart Bar” deaktivieren

Mit der “Smart Bar” hat in Firefox 3 ein Feature Einzug gehalten, das dem Benutzer das Surferlebnis eigentlich erleichtern soll, das aber auch Nachteile mit sich bringt.

[Update] Aus der “Smart Bar” ist inzwischen die “Awesome Bar” geworden (z.B. Firefox 3.6). Auch die Lösung des hier beschriebenen Problems für aktuellere Firefox-Versionen hat sich geändert und ist nun im Artikel Firefox’ ungebetene URL-Vorschläge unterbinden beschrieben [/Update]

Während des Tippens macht der beliebte Feuerfuchs ständig  Vorschläge, wohin die Reise gehen soll – auf Basis bereits angesurfter Seiten:

smarterbar Firefox 3: Smart Bar deaktivieren ubuntu smart bar open source linux jaunty firefox browser about:config 9.04

Firefox 3 Smart Bar macht Vorschläge - anonymes Surfvergnügen?

Für die meisten Benutzer dürfte dies eine Erleichterung beim Surfen sein. Doch das hübsche Fenster nimmt auch die Sicht auf den darunterliegenden Inhalt und verlangsamt die Performance auf älteren Rechnern. Außerdem surfen viele Menschen in sozialen Umgebungen, wo andere ihnen ständig auf den Bildschirm glotzen. Muss der Abteilungsleiter  denn wirklich sehen können, wieviele Forenbeiträge auf ubuntuusers.de man schon angesurft hat, nur weil man eine Seite ansurft, die eben auch mit “for” beginnt? Als ich neulich bei einem Freund war, wolte er mir eine bestimmte Seite zeigen. Während er diese Seite anwählte, poppte die Smart Bar mit einer ganzen Reihe von Vorschlägen auf, deren Inhalt ich hier lieber nicht wiedergeben möchte… Über einen Menüeintrag lässt sich die Smart Bar offenbar nicht abschalten.

Um die Smart Bar trotzdem zu deaktivieren, geht man so vor:

[Update: Für spätere Firefox-Versionen, z.B. 3.6.x hat sich die Konfiguration geändert. ]

1. In der Adresszeile “about:config” aufrufen

2. Mit der Filterfunktion die Suche auf “browser.urlbar” eingrenzen

3. Den Wert “browser.urlbar.matchOnlyTyped” auf “true” setzen (Doppelklick)

4. Den Wert  “browser.urlbar.maxRichResults” auf “0” setzen (Doppelklick und Eingabe)

5. Firefox 3 neu starten

aboutconfig smartbar Firefox 3: Smart Bar deaktivieren ubuntu smart bar open source linux jaunty firefox browser about:config 9.04

Firefox 3: Smart Bar deaktivieren

Fertig! Der in vorauseilendem Gehorsam geschwätzige Firefox 3 ist zum Schweigen gebracht. Und schließlich gibt es ja immer noch die Browserhistorie bzw. Chronik, über die man angesurfte Seiten erneut aufrufen kann…

Strom Report (#2): Was Hardware im Standby verbraucht

Hardware im Betrieb braucht Strom – doch wieviel Watt verbrauchen Bildschirm, Drucker & Co im abgeschalteten Zustand?

Power Lines Strom Report (#2): Was Hardware im Standby verbraucht Watt verbrauch strom standby medion HP hardware green IT festplatte drucker brennenstuhl

Wikimedia (Lizenz: GPL2)

Hardware im Standby verbraucht offenbar mehr Strom, als viele Menschen vermuten. In einem vorangegangenen Artikel hatte ich untersucht, ob es einen Unterschied im Stromverbrauch bei Suse, Ubuntu und Vista gibt. Dieser Artikel befasst sich mit der Frage, wieviel Strom gängige Hardwarekomponenten im Standbymodus verbrauchen. Zum Einsatz kam wieder das Messgerät Brennenstuhl PM230. Untersucht wurden 2 verschiedene Notebookmodelle, ein komplettes Desktopsystem (inklusive PC, Flachbildschirm, Drucker), sowie eine externe Festplatte. Die gemessenen Werte können natürlich nur grobe Anhaltspunkte geben; andere Modelle können von den von mir gemessenen Werten abweichen. Mit “Standby” meine ich den Zustand eines Geräts, das im ausgeschalteten Zustand per Netzkabel an die Stromversorgung angeschlossen wird.

Messergebnisse: Offenbar verbrauchen PCs erheblich mehr Watt im Standby als Laptops. Meine Kiste zumindest brachte es jedenfalls auf stattliche 16 Watt, während die beiden Laptops sich mit je mageren 2 Watt zufrieden gaben. Ein Medion Flachbildschirm wurde im Standby mit immerhin 7 Watt Verbrauch gemessen. Ein Drucker (HP C5280) kam auf 14 Watt. Eine externe Festplatte (Toshiba) zog durch den Adapter im ausgeschalteten Zustand 4,5 Watt. Das komplette Desktopsystem mit PC, Drucker, Flachbildschirm und externer Festplatte müsste im Standby also (theoretisch) 16+7+14+4,5=41,5 Watt verbrauchen. Die tatsächliche Messung aller Komponenten gemeinsam ergab schließlich ca. 36 Watt. Ich bin kein Elektriker und kann den Unterschied nicht erklären. Vielleicht kann der Leser zur Aufklärung beitragen.

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Die Kosten: Gehen wir davon aus, dass das getestete System 1 Jahr an eine reguläre Steckleiste (ohne roten Kippschalter) angeschlossen wäre. Wenn die KWh 37 Cent kostet, wieviel würde ein solches Desktopsystem im Standbymodus in einem Kalenderjahr verbrauchen? Insgesamt würden 315,36 KWh verbraucht. Dies würde mich die Summe von 116,68 Euro kosten!

Ein nicht ganz unerheblicher Betrag, den ich da zu blechen hätte, alleine dafür, dass meine Hardware REIN GAR NICHTS tut! Wem das egal ist, der geht halt einen Tag im Jahr (wenn`s langt!) nur dafür auf die Arbeit, damit er seine Hardware fürs Nichtstun bezahlen kann. Zum Glück habe ich schon längst Steckleisten mit Kippschalter im gesamten Haushalt eingeführt und nutze fast nur noch Laptops. Es muss ja nicht gleich mit dem buzzword Green IT daherkommen; aber beim Standbybetrieb besteht auf jeden Fall erhebliches Potenzial, Kosten zu sparen und die Umweltverschmutzung zu reduzieren. 2 Steckleisten mit Kippschalter und je  8 Steckplätzen gibt`s schon ab 5 Euro bei IKEA.

In einem weiteren Beitrag möchte ich mich dann in den nächsten Tagen noch der Frage zuwenden, was Hardwarekomponenten im Betrieb verbrauchen (hier kommt dann auch der Router zum Zug). Nur so zum Spaß (da ich sie eh alle gemessen habe), werde ich dann auch einige Ergebnisse über Haushaltsgeräte wie Fön, Funktelefon und Wasserkocher veröffentlichen…

Strom Report (#1): Ubuntu, Suse, Vista

Welches Betriebssystem verbraucht am meisten Strom: Vista, Suse oder Ubuntu?

James Watt Strom Report (#1): Ubuntu, Suse, Vista Watt ubuntu suse strom RAM Pavilion notebook multiboot linux laptop jaunty HP hardware green IT green brennenstuhl 9.04

James Watt (1736-1819)

Gibt es Unterschiede im Stromverbrauch zwischen einzelnen Betriebssystemen oder sind diese nur marginal? Um diese Frage zu beantworten, habe ich mir für 20 Euro das Energie-Messgerät PM230 von Brennenstuhl gekauft, um die Probe aufs Exempel zu machen. Das Gerät hat nach Herstellerangaben ein Messgenauigkeit mit einer Fehlertoleranz von max. 5%.  Unter gleichen Bedingungen konnte ich allerdings ziemlich exakt die gleichen Messergebnisse reproduzieren.

Der Testaufbau: Um die Betriebssysteme unter möglichst gleichbleibenden Bedingungen zu testen, wurde ein Multibootsystem verwendet (Ubuntu 9.04, Suse 11.0, Windows Vista). Getestet wurde auf einem Laptop HP Pavilion dv6000 mit 1GB Arbeitsspeicher. Der Prozessor war ein Intel  Core 2   (T5500, 1.66GHz). Als Grafikkarte kam eine Nvidia Geforce Go 7400 zum Einsatz. Getestet wurden auf jedem System der Verbrauch in Watt unter 2 Bedingungen. Zunächst wurde das System im “Leerlauf” getestet, d.h. nach dem Booten (ohne laufende Anwendungen). Jedes System wurde nach dem Booten 10 Minuten nicht angelangt, so dass alle Initialisierungen abgeschlossen waren und das Gerät einen konstanten Wattverbrauch anzeigte.

Grenzen des Tests: Neben der Messtoleranz ist dieser Test sicherlich dadurch begrenzt, dass die Systeme eine unterschiedliche Geschichte aufweisen. Es wurden hier Systeme verglichen, die verschieden lang in Benutzung waren, wobei Ubuntu das meistgenutzte (aber erst vor einem Monat aufgesetzte System war, während Vista das am seltensten genutzte System war. Alle 3 Systeme sind als typische Endnutzersysteme konfiguriert (ohne dass darauf besondere Dienste laufen würden). Nun aber ran an die Messwerte!

Stromverbrauch im ausgeschalteten Zustand: Zunächst habe ich (systemunabhängig) gemessen, ob der Laptop auch Strom verbraucht, wenn er zwar ausgeschaltet ist, aber mit dem Netz verbunden ist. Tatsächlich verbraucht der Laptop auch hier Strom, nämlich 2,3 Watt. Wäre das Gerät also für ein Jahr in einer normalen Steckdose eingestöpselt, würde es, ohne je einmal im Betrieb zu sein, rund 20 Kilowattstunden verbrauchen. Bei einem Strompreis von angenommenen 37 Cent/kWh würde uns dieser Spaß ca. 7,50 Euro kosten. In einem späteren Artikel werde ich weitere Messergebnisse (Acer Aspire, Drucker, WLAN-Router, externe Festplatte, Desktop PCs) veröffentlichen. Soviel sei schon verraten: Mein HP ist – wie James Watt – ein richtiger Schotte. Andere Hardwarekomponenten verbrauchen locker das 4 bis 5fache beim Nichtstun!

Stromverbrauch im “Leerlauf”: Ubuntu Jaunty Jackalope verbrauchte im gebooteten Zustand ohne laufende Anwendungen im Mittel ca. 36,5 Watt. Suse 11.0 kam im Mittel auf ca. 36,7 Watt. Vista verbrauchte auch ca. 36,7 Watt. Man kann also getrost sagen, dass alle drei Betriebssysteme in meinem Test im Leerlauf in etwa die gleiche Menge Strom verbrauchten. Erwartet hatte ich eigentlich, dass Vista am meisten verbraucht. Zum Spaß habe ich dann noch eine Puppy 2.11 Live-CD gebootet. Auch Puppy brauchte im Leerlauf ca 36,5 Watt.

“Suspend to RAM”: Auch in diesem Test kam es zu keinen nennenswerten Unterschieden. Sowohl Ubuntu, als auch Vista verbrauchten in diesem Zustand knapp 7 Watt. Bei Suse ließ sich dieser Zustand überhaupt nicht herstellen. Der Versuch endete mit einer Fehlermeldung.

Fazit: In Bezug auf den Stromverbrauch im Leerlauf und im suspend-to-ram weisen die getesteten Systeme keine nennenswerten Unterschiede auf. Eine interessante Erkenntnis ist sicherlich , dass auch abgeschaltete Geräte Strom verbrauchen können. Welche Hardwarekomponenten im Standby richtige Stromfresser sind und welche Komponenten wieviel im laufenden Betrieb verbrauchen wird der Gegenstand eines meiner nächsten Artikel sein.

Link: Stromverbrauch von Laptopakkus unter Linux

Bildquelle: Das Bild des schottischen Erfinders James Watt stammt von Wikimedia und steht in der public domain, da 70 Jahre seit dem Tod des Urhebers vergangen sind.

Freerunner (Android): SD Card vorbereiten

Dieser Artikel beschreibt, wie man auf Ubuntu 9.04 eine SD Card zur Installation von Android auf Freerunner erkennt, partitioniert und mit den korrekten Dateisystemen ausstattet.

450px Cyborg from flickr Freerunner (Android): SD Card vorbereiten ubuntu tail shell openmoko open source linux hardware freerunner dmesg android 9.04

Partitionieren für Android

Diese Anleitung sollte größtenteils auch für andere Betriebssysteme gültig sein und bezieht sich auf die Installation auf den internen Flash des Freerunner. Die zweite Möglichkeit, Android direkt auf die sd card zu installieren, wird hier im englischen Wiki beschrieben. Den Vorgang des Flashens an sich habe ich bereits in einem früheren Artikel beschrieben. (Bildquelle: Wikimedia – Lizenz:Creative Commons Attribution ShareAlike 2.0)

Einstieg
Anders als bei Open Moko images benötigt eine Installation von Android auf Freerunner zwei Partitionen: Die erste Partition (/dev/mmcblk0p1) muss im Format FAT sein. Auf dieser Partition (später als /sdcard gemountet) werden all die schönen Bildchen, mp3s und andere Daten landen. Android benötigt eine zweite Partition (/dev/mmcblk0p2, später als /data gemountet), um betriebssystemspezifische Android-Daten zu speichern (Format: ext3).

SD Card erkennen
Zunächst überprüfen wir ob die SD Card überhaupt von unserem Desktopsystem erkannt wird und wie sie bezeichnet wird. Wir müssen die SD Card also über irgendeine beliebige Schnittstelle (hier: SD Card Slot) für Jaunty zugänglich machen. Nach dem Einstecken in den SD Slot poppt bei meinem Jaunty ein Fenster auf, wodurch ich weiß, dass die Karte von Ubuntu erkannt wurde. Um mehr Infos zu erhalten nutze ich auf der Kommandozeile ein ` dmesg |tail ‘ :

# dmesg | tail
[ xxxx.xxxxxx] mmc0: new SDHC card at address 8fe4
[ xxxx.xxxxxx] mmcblk0: mmc0:8fe4 SU08G 7.40 GiB

Meine “8 GB” Karte trägt also die Gerätebezeichnung /dev/mmcblk0 und wird mit 7,4 GB Fassungsvermögen angegeben.

SD Card partitionieren
Mit fdisk kann man die SD Card partitionieren und eigentlich auch die entsprechenden Dateisysteme erstellen. Während auf meiner 2GB SD Card fdisk beide Aufgaben mit Bravour gelöst hat, funktionierte dies bei meiner 8GB Karte nicht. Die Dateisysteme wurden zwar scheinbar korrekt angelegt. Doch weder erkannte Android später das Dateisystem (Bootvorgang abgebrochen), noch erkannte 9.04 die Dateisysteme. Die Lösung war schließlich, mit fdisk zu partitionieren und mit mkfs die Dateisysteme anzulegen. Wir starten fdisk also mit:

sudo fdisk /dev/mmcblk0

Wir legen die erste Partition als FAT an, die zweite als ext3. In meinem Fall legte ich die erste Partition als FAT16 mit 3 GB an. Für die Android-Partition spendierte ich großzügige 312 MB. Hier einige fdisk Optionen:

m    zeigt alle Optionen an
d    löscht eine Partition
n    legt eine neue Partition an
t    ändert den Dateisystemtyp einer Partition
p    zeigt die Partitionstabelle an
q    beendet fdisk ohne zu speichern
w    beendet fdisk und speichert alle Änderungen unwiderruflich

Dateisysteme anlegen:
Nun wollen wir der ersten Partition ein FAT16 Dateisystem verpassen, welches zur späteren besseren Erkennung das label “fat_andr” (Bezeichnung frei wählbar) tragen soll. Wer FAT32 will, nimmt die Option “-F 32″: sudo mkfs.vfat -n fat_andr -F 16 /dev/mmcblk0p1 Analog dazu erstellen wir nun ein ext3 auf der zweiten Partition mit dem label “sys_andr”: sudo mkfs.ext3 -L sys_andr /dev/mmcblk0p2 Fertig!

Android installieren/flashen:
Nun können wir die SD Card an Freerunner übergeben und Android durch Flashen mit dfu-util installieren.  Sehr nützlich ist auch das englische Wiki (siehe links weiter unten), ohne das dieser Artikel sowieseo nie zustande gekommen wäre. Ein deutschsprachiges Forum zu Android auf Freerunner gibt es bei freeyourphone.de

http://linuxnetz.wordpress.com/2009/05/05/android-auf-freerunner-einstieg-und-usb-networking/
http://wiki.openmoko.org/wiki/Android_on_Freerunner#On_Linux

http://wiki.openmoko.org/wiki/Android_on_Freerunner#Installing_Android_on_an_SD_card

http://www.freeyourphone.de/portal_v1/viewforum.php?f=18