Werbung über Werbung

Wohin man sieht: Werbung über Werbung. Je mehr Werbung es gibt, desto geringer ist ihr gefühlter Wert, ihre Akzeptanz. Immer geringer der Glaube, dass schon irgendwas dran sein wird an dieser Reklame.

Bis zu dem Punkt, wo man nur noch das Gefühl hat, dass Werbung Dich belästigt. Dass Werbung zur Last wird. Dass Werbung zum notwendigen Übel geworden ist, wie der Einwurf einer 50-Cent-Münze auf einem Sanifair-Klo.

Und weil Werbung immer mehr als Belästigung empfunden wird, werden ihre Methoden immer raffinierter, ausgeklügelter, aggressiver. Werbung will tief eindringen in Dich. Deine Gedanken beherrschen.

Werbung über Werbung (Symbolbild)

Weil dieser sich selbst befeuernde Selbstzweck an seine Grenzen stößt, sucht sich die Werbung immer neue Wege, sich zu verbreiten. (...) mehr...

Max-Morlock-Stadion – “Unser Stadion ist keine Nutte”

Bevor ich mich anfange in diesem Artikel aufzuregen (und zwar so richtig), möchte ich gerne die Nicht-Nürnberger erst mal informieren, um was es geht.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1954, als der 1. FC Nürnberg mit Max Morlock einen großartigen Fußballer hervorbrachte, der im WM-Finale den 1:2 Anschlusstreffer gegen die Ungarn erzielt hat und damit entscheidenden Erfolg am WM-Titel der Deutschen hatte (Endstand 3:2).

Seit vielen, vielen Jahren ist bei einigen Fans deshalb der Wunsch entstanden, das Nürnberger Stadion in “Max-Morlock-Stadion” umzubenennen. Der Verein hat das bis jetzt immer abgelehnt. Denn wenn ein Stadion heutzutage nicht Pampers-Arena, Kloster-Frau-Melissengeist-Stadion oder Dany-plus-Sahne-von-Danone-Kampfbahn heißt, dann kostet das den Verein einen Haufen Geld, das man nicht mehr für ein Leihgeschäft dritten Grades über einen tiefstehenden, 17-jährigen 10er aus Burundi ausgeben kann. (...) mehr...