Wenn tote Flusspferde wieder auferstehen

Erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt. Noch am Dienstag war der Zirkus Voyage in Nürnberg mit einer ganz besonderen Attraktion angekündigt: Einem Flusspferd namens Jedi! Doch schon am Freitag ist Jedi angeblich tot.

Dienstag auf nordbayern.de:

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Tierschutzorganisationen wie PETA kritisieren schon seit Jahren, dass Flusspferde wie Jedi Herdentiere mit großem Revieranspruch sind, die man nicht einfach so in einer Schunkelwanne durchs Land karren sollte. Und der Zirkus ist sich dessen natürlich bewusst:

Den zuletzt immer lauter werdenden Vorurteilen gegen schlechte Tierhaltung in der Zirkus-Branche tritt das junge Unternehmen offensiv entgegen.

Drei Tage später, am Freitag meldet PETA nun via Twitter: Das Flusspferd ist tot:

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Am Ende stellt sich dann doch heraus:

Die Todesmeldung beruhte offenbar auf einer Falschmeldung von reporter24.com. Behauptet jedenfalls das Aktionsbündnis Tiere gehören nicht in den Zirkus (wo sich vermutlich PETA bedient hat). Denn tot ist nicht das Flusspferd, sondern das Nashorn:

Wir hatten uns auf die Pressemeldung gestützt und bitten Euch, die Falschmeldung zu entschuldigen.

Ein Lehrstück über die Abschreiberitis in einer schnellebigen Nachtrichtenzeit.

Alle anderen Schlüsse, z.B. die über die Sinnhaftigkeit von Tierhaltung in Zirkussen, können Sie, liebe Leserinnen und Leser, nun gerne selber ziehen.