Sigmar Gabriel und sein seltsames Verständnis von der “Kultur des Zusammenlebens”

Wenn es um “unsere Kultur des Zusammenlebens” geht, hat der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel eine recht selektive Sicht auf die Dinge. Gabriel will nämlich Artikel 1-20 des Grundgesetzes auf Arabisch drucken lassen, um sie unter Flüchtlingen zu verteilen. Gute Idee, doch warum dies ausgerechnet über die Bildzeitung bekanntgeben, ein Blatt das in “unserer Kultur des Zusammenlebens” bereits immensen Schaden angerichtet hat?

Gabriel am Mittwoch Morgen bei Twitter:

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Dass das hohe Lied von der “Kultur des Zusammenlebens” irgendwie ein Widerspruch ist, wenn man es in der Bildzeitung singt, ist anderen auch aufgestoßen, nicht nur mir (netz10.de bei Twitter):

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Natürlich hat Herr Gabriel zu viel zu tun, um zu antworten. Oh, kurz nach Gabriels Offenbarung um seine Sorge der “Kultur des Zusammenlebens” machte übrigens diese Meldung die Runde:

Der Axel Springer Verlag muss dem Fernsehmoderator Jörg Kachelmann für eine groß angelegte Schmierenkampagne 635.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Ach Herr Gabriel: Drucken Sie doch mal den Pressekodex 2mal auf Deutsch. Lesen Sie eine Kopie und schicken der Bildzeitung die zweite Kopie. Und dann ziehen Sie Ihre Schlüsse.

Wegen der “Kultur des Zusammenlebens” und so.

Denn die ist Ihnen ja besonders wichtig…