Open-Source-Kraut-und-Rüben-Artikel (10)

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Kreuz und quer durch die Welt der freien Software. Heute mit grausamem Shell-Code, schauderhaften Sprachbemühungen und Wetter in der Shell. Und warum Ihr unbedingt Esperanto lernen solltet…

Denglisch und kramphafte Deutschifizierungen

Wenn aus jedem Kind ein Kid wird, dann ist dieses übertriebene Denglisch einfach nur furchtbar. Doch auch radikal-germanistische Rückübersetzer übertreiben manchmal. Muss man aus einem Browser (Midori) wirklich einen schlanken Internetbetrachter machen?

schlanker internetbetrachter midori osbn open source linux

Und muss ein Desktop unbedingt als Arbeitsfläche eingedeutscht werden?

Let’s face it, dudes!

Das englische Desktop versteht inzwischen wohl jeder. Warum also einen Rückschritt machen, der Verwirrung stiftet, vorhandene Shell-Skripte bricht und darüberhinaus auch noch einen hässlichen Umlaut in die Pfadangabe einbaut?

Probiers mal mit Esperanto

Beim GNU-Social Plugin für WordPress sucht man noch Übersetzer. Wessen Sprache noch nicht vorliegt, bei dem wird einfach die Standardsprache eingestellt, nämlich Englisch, halt, nein, Irrtum. Doch nicht Englisch

Der Haken ist nämlich, wenn die Sprache des Blogs selbst nicht als Sprachdatei für das WP-GNUsocial vorliegt, wird automatisch Esperanto gewählt, was ich etwas, ähm, unglücklich finde.

Wer braucht schon Englisch – wo doch die ganze Welt Esperanto spricht.

Wetter in der Shell

Über das Robbenradio bin ich auf AnsiWeather (GIT) gestoßen, ein Shell-Skript, das seine Daten über Openweathermap bezieht und das sowohl die aktuellen Wetterdaten, als auch die Vorhersage (bis 7 Tage) anzeigt. Aus Spaß an der Freude habe ich ein bisschen die Config ent-englischt und ein kleines Wrapper-Skript darumherum geschrieben (Warnung! Grausamer Echo-Code!):

#!/bin/bash
clear
echo "Wetter aktuell in Nürnberg:"
$HOME/ansiweather/ansiweather -l Nuremberg,DE
echo
echo
echo "7 Tage Vorhersage:"
$HOME/ansiweather/ansiweather -l Nuremberg,DE -f7

So sieht das Resultat aus:

AnsiWeather Nürnberg 644x100 osbn open source linux

Zu guter Letzt

Und weil es so schön war – hier noch mal ein Bild von meiner neuen Tux-Mütze und wie ihr selbst so eine bekommen könnt:

TUX Muetze Pinguin7b 296x300 osbn open source linux

Comments

  1. Die krampfhaften Deutschifizierungen betreffen nicht nur die Übelsetzungen in offenen Desktops… sorry… Arbeitsflächen (klingt irgendwie nach Küche), sondern scheinen ein genereller Schwachfug zu sein.

    Flickr zum Beispiel ermöglicht mir seit ein paar Wochen, dass ich hochgeladene Bilder auch CC0 lizenzieren kann. Am Anfang stand dann immer »Public Domain« als Zusammenfassung der Lizenz, was ich für ziemlich leicht verständlich und nicht grob irreführend halte. Dann kam der Eindeutscher von Yahoo und sagte sich, dass es dafür doch ein deutsches Wort geben müsse, damit die Krauts auch verstehen, was das meint. Seitdem steht dort »Öffentliche Domäne«. Ohne den Text, der da vorher stand, wüsste ich gar nicht, was der Text, der da jetzt steht, bedeuten soll.

    Vermutlich geht es Leuten, die ohne Kontext das Wort »Internetbetrachter« hören, ganz ähnlich.

    1. Ob Brüllball, Sprechepresser, Betrübssystem oder Wischofon. Ich verfolge Dein Blog und genieße es immer wieder, was Du für ein Feingefühl für Sprache hast.

  2. Das englische Desktop versteht inzwischen wohl jeder.

    Entschuldige, aber da irrst du dich. Nicht jeder Linuxnutzer ist amerikanisch sozialisiert worden.

    1. Na gut, da kann man darüber streiten, ob das wirklich jeder kennt. Aber gerade unter den Open-Sourclern dürfte man da schon deutlich über 95% liegen.

      Wo doch schon seit vielen Jahren darüber spekuliert wird, wann das Jahr des “Linux-Desktops” kommt.

      Die Zahl der Leute, die bei jeder Tab-Vollverständigung verzweifeln, weil sie ständig überlegen müssen, ob es nun in Richtung Arbeitsfläche, Schreibtisch oder Desktop geht, dürften da schon deutlich höher sein.

      1. Sollte man Englisch sprechen, weil man Open Source mag?

        “Jahr des Linuxdesktops”. Hihi. Als ob. 😉

        1. Sollte man Englisch sprechen, weil man Open Source mag?

          Na es hilft schon sehr (nicht nur im IT-Bereich), denn vieles im Open-Source-Bereich gibt es einfach nur auf Englisch und ist nicht übersetzt.

          Grundbegriffe in Englisch hat hierzulande eigentlich jeder drauf. Außer er wächst in einer abgelegenen Hütte im tiefsten Wald ohne Strom auf.

          Ein “Desktop” drauf zu haben, kann man den Menschen glaube ich schon zumuten.

          1. vieles im Open-Source-Bereich gibt es einfach nur auf Englisch und ist nicht übersetzt.

            Spricht das nicht einfach nur für eine miese Qualität des Übersetzerteams? Man sollte meinen, gerade bei etwas, was so sehr auf “Community” achtet, wäre eine Übersetzung bedeutsam.

  3. Dem Herzen folgte nun der Rest. Endlich kam ich an bei Linux. Vielleicht hat sich das lange Warten sogar gelohnt. Jedenfalls wird Mint zelebriert werden, hoffentlich sehr lange.
    Was das hier im Open-Source-Kraut-und-Rüben-Artikel(10) soll? Zumal die Kommentare zuvor so unterhaltsam sind?
    Nun, es ist einfach das erste, das auf dem Rechner passiert, und somit soll ein kleiner Haken geschlagen werden zu dem Mann, ohne den ich das selber nie hinbekommen hätte und der mein kreatives Schaffen in den vergangenen drei Jahren verändert hat: Jochen!

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