Open-Source-Kraut-und-Rüben-Artikel (9)

Der Kraut- und Rübenartikel heute mit dem Browser Netsurf, Canonicals Kehrtwende in der “Causa Upstart”, XFCE4 vs Mate und einem Tux-Cartoon von Jos F.
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Ubuntu – Mia san mia

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Canonical-Gründer Marc “Shopping-Lense” Schattelwörth hat einst SysVInit verschmäht und stattdessen im Alleingang jahrelang seine “Mia san mia” Eigenkonstruktion Upstart entwickelt. Jetzt stellt sich heraus: Upstart ist eine Sackgasse der FLOSS-Evolution, über die in zehn Jahren kein IT- oder Bootmanager mehr spricht. Kann mal passieren.

SysVInit nix. Upstart nix. Systemd is the man.

Netsurf: Browser mit Potenzial

Neulich hatte ich das superschlanke KolibriOS vorgestellt, das wirklich auf sehr minimaler Hardware läuft. Bis jetzt bietet KolibriOS “nur” einen Textbrowser. Doch mit Netsurf soll KolibriOS bald auch einen Browser erhalten, der mit grafischem Komfort auch Bilder und grafisches Layout für Mausschubser beherrscht.

Das ist cool, aber Netsurf hat noch ein Stück Weg vor sich, denn er hat manchmal noch ein paar grundlegende Probleme in der Darstellung, wie die Screenshots zeigen.
Hier werden Leerzeichen nicht erkannt:

netsurf xfce4 tux pinguin osbn open source netsurf mate linux jos f cartoon canonical
Hier haut es mit dem Zeilenumbruch noch nicht so genau hin:

netsurf3 xfce4 tux pinguin osbn open source netsurf mate linux jos f cartoon canonical
Und hier auf heute.de sieht man doppelt:

netsurf2 xfce4 tux pinguin osbn open source netsurf mate linux jos f cartoon canonical

Cartoons von Jos F.

Der Pinguin-Cartoon mit dem Tux ganz oben zum Artikel stammt natürlich wieder aus der Feder von Jos F.   Jos stellt übrigens bald einige seiner Cartoons aus. Eröffnung ist am 22.3.2014 im Cafe Mathilde Tearoom in Nürnberg. Da kann es gut sein, dass auch der eine oder andere Cartoon im Original zu sehen ist, den Ihr hier auf dem Blog bereist gesehen habt.

Mate vs XFCE4

XFCE war aus zwei Gründen für lange Zeit meine unangefochtene Wahl, wenn es um Desktopumgebungen für grafische Linuxsysteme geht: Genügsame Hardware und meine Vorliebe für simple Funktionalität ohne aufmerksamkeitsheischenden Wackel-Schnickschnack. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo das Hirn nach Veränderung schreit, weil man sich sattgesehen hat. Seit drei Wochen habe ich meinen Hauptrechner (Arch Linux, 2 MB RAM  UPDATE: gemeint waren natürlich 2GB RAM) deshalb auf MATE, den selbsternannten Gnome-2-Nachfolger, umgestellt.

Nett, aber im Vergleich zu XFCE nicht so der Brüller. Einem minimalen Plus an Bedienkomfort steht imho ein signifikanter Performanceverlust entgegen. Klicke ich bei “Anwendungen” auf ein Untermenü, muss ich manchmal zwei Sekunden auf eine Reaktion warten. War bei XFCE4 nie der Fall.

Im Moment bin ich noch zu träge, auf XFCE4 zurück umzustellen. Am Ende werde ich wohl reumütig zu XFCE4 zurückkehren.

Comments

  1. Seit drei Wochen habe ich meinen Hauptrechner (Arch Linux, 2 MB RAM) …

    2 MB Ram, finde ich s a g e n h a f t (ausgesprochen wie von Loriot)

  2. 2 MB Ram …. cool: Darauf läuft sogar noch ne GUI? Darfst dich dann aber nicht wegen langsam öffnenden Menüs beschweren.

    Überings den weg von XFCE zu Mate und zurück hab ich schon hintermir. Irgendwie hab ich mich mit Mate(/Gnome 2) nicht (mehr) so wohl gefühlt.

  3. “2MB RAM”

    Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Gemeint waren natürlich 2GB RAM. Habe es im Artikel angepasst. Danke an die Hinweisgeber.

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