Pimp my Wahlplakat (1): Michael Brückner, CSU

pimp my wahlplakat michael brueckner csu 211x300 Wahlplakat Wahlkampf Wahl Smile politik Plakat pimpmywahlplakat Pimp nuernberg Michael Brückner csu Wie aus dem Nichts sind plötzlich die Wahlplakate der Parteien im Straßenbild aufgetaucht und haben auch die Fraktion der Verunstalter auf den Plan gerufen.

Neben der Bundestagswahl am 22. September 2013 sind hier in Bayern am 15.9. auch noch Landtagswahlen und das erhöht das Aufkommen der Wahlplakate.

In loser Reihenfolge sollen hier in den nächsten Wochen gepimpte Wahlplakate aus der Region Nürnberg präsentiert werden, um einen Beitrag zur Archivierung politischer Kultur der Zeitgeschichte zu leisten. Erstes „Opfer“:  Michael Brückner, CSU-Landtagskandidat im Wahlkreis Nürnberg-Nord.

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Comments

  1. unpassend oder nicht. heia. mit soviel restalkohol würde günther beckstein mich wohl schon noch fahren lassen. aber einen schädel habe ich trozdem. ich war gestern bei der csu.
    frau mortler, frau aigner und unsere bürgermeisterkandidatin haben in einem autohaus zusammen mit ein paar anderen lokalen politikern gesprochen vor geladenem publikum aus ortsverbänden und örtlichen unternehmern. die stadtkapelle spielte auf. sogar develiermarsch, schee.

    es fielen wiederholt so markige sätze wie „die wirtschaft ist nicht alles – aber alles ist nichts ohne die wirtschaft“. ja. da konnte ich mir was drunter vorstellen. zunächst grußworte des autohändlers. danach ging es mit frau aigner gleich zur sache.

    und immer wieder wuseln fotoleute zwischen den reihen und glänzen selber total schnuckelig. man ist ja schließlich in bester gesellschaft. die feuerwehr sichert alles ab. ein aufgebot. das ganze industriegebiet ist gesichert. hie und da ein csuler in form eines bodyguards. daneben sein freund, ein bodyguard in form eines csulers. so behütet habe ich mich in einem autohaus am land schon ganz ganz lange nicht mehr gefühlt.

    frau aigner legte auch gleich los indem sie den mikroständer veranlasste zunächst in sich selbst zusammenzuklappen. „da sehen sie mal wie stürmisch ich bin!“ kontert sie sofort den mikrofonständer zweimal. sie ist ja echt ganz hübsch anzuschauen. aber als ex bundesplitikerin dachte ich, sie beherrscht das sofort. in die anlage zu sprechen, ohne dass es pfeifft oder viel zu leise ist. naja, vielleicht hatte auch die feuerwehr die finger am mischpult.

    naja, die rede waren 20 minuten, was man halt so gerne hört. irgendwas mit drei i: innovation, i…, internationale wettbewerbsfähigkeit. ich kann der rednerin nicht verzeihen, dass sie bei themen wie lebensmittelsicherheit und artverwandtem entweder nie reagiert hatte oder wenn dann erst auf massiven öffentlichen druck.
    ganz toll war auch so eine umstülpung der aktuellen energiewende debatte: die medien schelten ja derzeit konzerne dafür, strom stark verbilligt zu kriegen, aber quasi ohne nennenswerte gelgenleistung wie mehr arbeitsplätze, billigere produkte, oder innovative grüne technologien. frau eigner bläst den ärmel irgenwie von der anderen seite auf: die armen konzerne müssen sich soviel gefallen lassen dafür, dass sie den guten billgen strom abnehmen.

    arbeitsplätze und die alte leier. auch bei den anderen rednern. ich lauerte auf meine chance, eine frage zu stellen. die nächste war unsere bürgermeisterkandidatin. sie griff rhetorisch auch tief in den kosmetikkoffer. aber sie wirkte ehrlich und engagiert. echter, als die ausgebufften profis.

    ein prosit dem autohaus und der blaskapelle. frau mortler ist an der reihe. sie ist jetzt drogenbeauftragte in berlin. die da droben werden schon wissen, warum. auch ein seifiges schmonzett aus huldigungen und so weiter und so fort. und sie lobt die kollegin, die an einem samstag ach so viele termine absolviert. denen traue ich zu, dass sie für sowas noch nachtdienstzuschlag einfordern.
    in einem der letzten wahlkämpfe hörte ich frau mortler lautstark die gentechnik verteidigen. „wir dürfen uns doch nicht dümmer machen , als wir sind!“ (o-ton). monate später wird sie von der evangelischen kirche eingeladen – wohl nicht deswegen – auf die hiesige kanzel für eine gastpredigt. wo leb ich denn? ich leb‘ doch wohl ganz woanders zwischen gut und böse…

    die anschließende diskussionsrunde wie manchmal üblich entfällt. war wohl doch eher ein wohlfühltermin, um sich gegenseitig anzukuscheln und beifall zu spenden.
    jedoch will ich vor und meine frage halt dann persönlich zu stellen. „christliches menschenbild und gentechnik. wie würden sie das verhältnis beschreiben?“ leider bekommt meine frage ein konservativer jungspund ab, denn frau mortler sitzt dicht eingekeilt zwischen fans, die csuler sind und csuler, die fans sind.
    der jungspund ist gut. nimmt sich zeit, sogar zum nachdenken. er meint, dass wir ja gesundheitlich von der gentechnik profitieren können, nicht ohne nachdenklichen unterton.
    frau mortler geht. sogar an mir vorbei. meine chance, den rockzipfel zu greifen. und tatsächlich, sie beantwortet meine frage: verschachtelt sei das alles schon okay. es gäbe sogar eine christliche schrift, die gentechnik begrüßt. die blasmusik setzt ein. ich verstehe rein akkustisch nicht mehr, ob es sich dabei um das alte, das uralte, das neue oder das neueste testament handeln soll. oder gar um den deutschsprachigen antoniusboten aus rom (eine hervorragende quelle an köstlichen absonderlichkeiten v.a. in leserbriefen für systemkritiker). ich vermute mal unsere stadtkapelle hat mich bewahrt vor 10 hochgerollten zehernägeln.

    es war ein gelungener abend. wann hat man schonmal die gelegenheit unsere stadkapelle so schee zwischennei spielen zu hören. in top besetzung und in natürlichem völlig unverstärktem klang. die blechblasinstrumente waren einfach subber.

    1. es gäbe sogar eine christliche schrift, die gentechnik begrüßt.“

      Nee, echt jetzt? Hat sie da auch eine Quellenangabe genannt. Drittes Buch Monsanto? 😉

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