Open-Source-Kraut-und-Rüben-Artikel (3)

mbtwms Penguin ubuntu rss raspberry pi raring ringtail owncloud osbn open source linux feedreader debian Hoppla, schon Mai und damit höchste Zeit, mal wieder ein paar quelloffene, geistige Ergüsse in einen Kraut- und Rüben-Artikel zu packen. Heute mit Raring Ringtail, Owncloud-RSS, Raspberry PI und Debian Wheezy.

Ubuntu

Ubuntu Linux 13.04 Raring Ringtail ist raus. Diesmal ganz ohne großes Tam-Tam, fast schon so, als wolle man die frohe Botschaft  begraben. Vielleicht liegt es daran, dass sich zumindest sichtbar nicht allzuviel getan hat. Oder Shuttleworth ist shitstorm-geschädigt und macht jetzt auf low profile.

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Abgesehen von einer Minderheit stets update-affiner Nerds bleibt für mich die Frage, wie mainstreamtauglich (besser: wie sinnvoll) ein Release ist, das nur 9 Monate mit Updates versorgt wird?

RSS/Owncloud

Seit dem Ende des Google Greedfeeders sucht alle Welt nach einer neuen Möglichkeit, RSS-Feeds zu verwalten. Meine Lösung sollte v.a. eines sein: eigenverwaltet. Nach dem Umstieg von Liferea auf ttrss bin ich zwar (mit Einschränkungen) zufrieden. Doch wenn eh schon eine Owncloud läuft, ist natürlich auch der neue Newsreader der selbstverwalteten Datenwolke eine potenzielle Option.

Mein Fazit nach einer Stunde umherfrickeln: Zu umständlich, noch nicht alltagstauglich. Und das liegt v.a. daran, dass das Ding trotz aller Hinweise zu den Voraussetzungen usw. nicht zum Laufen zu bringen ist. Schade, aber ich bleibe am Ball (vielleicht war ich auch wieder einfach mal nur zu doof.)

Raspberry PI als Ressourcenverschwender

Mein Raspberry PI ist inzwischen als X-freier Server in Verwendung und tut stur seinen Dienst als NTP-, DHCP- und BIND9-Server im lokalen Netzwerk. Dazu braucht er von 512 MB gerade mal gut 60 MB (Update: manchmal tun es auch nur 34 MB) und harrt der Aufträge, die ich ihm noch aufhalsen kann. Trotz der “nur” 3,5 Watt eigentlich eine totale Ressourcenverschwendung. Vielleicht sollte ich noch eine 24/7-Torrent-Maschine aufsetzen, bevor mich die Drosselkom endgültig abwürgt und bandbreitenmäßig in die netzneutrale Bedetungslosigkeit verbannt.

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Oha, ach ja, “stur” im obigen Sinne von “total stabil” werkelt der Minicomputer in seiner Pappkartonhülle wohl auch deshalb, weil darauf Raspian läuft, eine auf den Raspberry PI angepasste Variante von …. (schon sind wir beim nächsten Thema):

Debian

In den nächsten Tagen erscheint Debian Wheezy. Und sollte mir jemand die Frage stellen, welche 10 (7, 5, 3,…) Linux-Distributionen ich auf eine einsame Insel (die mit der Steckdose :mrgreen:) nehmen würde, würde sich Debian ganz vorne als Kandidat einreihen: Sympathisch, stabil, nutzerorientiert und universell – ein Betriebssystem, wie es sein sollte: Lang lebe Debian!

Comments

  1. Hat mich jetzt wirklich überrascht mit Ubuntu, hab davon nichts mitbekommen.
    Ich freue mich so sehr auf Debian Whezzy, endlich ist die tote Version fertig.
    “There’s this special biologist word we use for “stable”. It’s ‘dead’.” ~ Jack Cohen

    Dann ist der nervige Freeze zu Ende und ich werde in unstable endlich wieder mit neuen Paketen versorgt, habe momentan schon einiges aus experimental installiert. Die stabilen Versionen sind eben das einzig negative an Debian. 😀

    Mit 3,5 Watt dürfte er trotzdem weniger verbrauchen als die meisten Router! Da dürfte der Verbrauch bei um die 5 Watt liegen.

    1. Die stabilen Versionen sind eben das einzig negative an Debian. 😀

      Höre ich da einen ironischen Unterton?
      Jedenfalls finde ich, dass Debian stable ideal ist für (relativ wartungsfreie), langangelegte Serverfunktionen. Für DHCP, NTP und DNS braucht man ja nicht unbedingt den letzten heißen Shice, solange alle Sicherheitsupdates reinkommen.

  2. Wieso von Liferea auf TT-RSS? Ich nutze beides, Liferea kann sich mit TT-RSS verbinden und synchronisieren. 😉

    Debian ist wirklich toll, aber es war mir immer entweder zu unstabil (kommt davon wenn man experimental-Repo nutzt…) oder zu veraltet und so stabil, das es schon langweilig wurde. 😉

    1. Für Server bleibt Debian meine Lieblingsdistri. Auf dem Desktop mag ich es eher aktuell. Hier nutze ich Arch (und experimentiere gerade mit Crunchbang)

    2. Den einzigen Vorteil, den ich an dieser Konstellation sehen kann, ist, dass Du mehrere (mobile) Clients über eine zentrale Stelle steuern kannst..?

      1. Genau dafür ist ein web-basierter Reader doch gut, oder? Abonnements zwischen mehreren Clients austauschen…oder was bietet sonst ein selbstgehosteter Webdienst gegenüber einer installierten Software an Vorteilen? Außer natürlich der Webdienst ist einfach super und der Software fehlen die gewünschten Features. 😉

  3. Ich nutze hier siduction, das nimmt die Pakete von debian unstable, hat aber auch ein paar eigene Repos mit aktuellstem Kernel und anderer aktueller Pakete. Mit Stabilität habe ich eigentlich nie Probleme.
    Bin aber auch immer wieder am überlegen, zu Arch zu wechseln. Der Freeze nervt mich da richtig. Nur gut, dass wenigstens in den siduction Repos aktuelle Versionen liegen, den Rest, den ich brauche, nehme ich momentan aus experimental.

    Hast du zufällig mal unstable genutzt und hast da einen Vergleich der Aktualität zwischen den 2 Distris (im nicht Freeze)?
    Was mich momentan am meisten an siduction hält ist vor allem auch die sehr übersichtliche und sehr nette Community in IRC und Forum. (Ok, da habe ich keinen Arch Vergleich)

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