Open-Source-Kraut-und-Rüben-Artikel (2)

mbtwms Penguin wordpress video editor unity ubuntu osbn open source linux firefox arch linux arch Kreuz und quer geht es heute durch den Gemüsegarten freier Software (Warnung: enthält gar schröckliche bildhafte Vergleiche 😉 ). Diesmal mit Gedanken zu Ubuntu (Smartphone und Rolling-Release), Arch Linux und dem WordPress-Update 3.5.0.

Ubuntu gibt sich Mühe und hat jüngst zwei Meldungen produziert, die aufhorchen lassen. Da war zum einen die Ankündigung eines Ubuntu-Smartphones, das zumindest optisch einen guten Eindruck macht. Ob das universelle Konzept mit Unity samt Dockingstation aufgeht – ich bin da eher skeptisch.

Die zweite Meldung war, dass es innerhalb Canonical offenbar Überlegungen gibt, (nebst der LTS-Versionen) Ubuntu mit einer Art Rolling-Release-Modell auszustatten. Da fühle ich mich in meiner Sichtweise bestätigt. Neben einer ultra-stabilen Variante (Debian-Server, ist halt nicht so cutting edge, muss es aber auch nicht sein) nutze ich auf dem Desktop nach wie vor Arch Linux (Rolling Release). Gerade wenn man nicht nur einen Desktop-PC pflegen will/muss, kann der 6-monatige Upgrade-Terror schnell lästig werden. Wenn schon “LTS” auf dem Desktop, dann lieber gleich Debian.

Arch Linux: Womit wir auch schon beim Thema Arch Linux wären. Nach gut 1 1/2 Jahren Arch auf zwei Desktops kann ich mich nicht erinnern, nach einem Update eine Software draufgeladen zu haben, die vollkommen abgestürzt wäre oder sich sonst abstrus verhalten hätte. Zumindest nicht so arg, dass es zu einem Schimpfanfall (“Shice Rolling Release!!!“) gekommen wäre.

Das ist ja immer das Bedenken, wenn es um Rolling Release geht: Dass man sich ständig Mist auf die Platte lädt. Meine Erfahrung ist, dass Rolling Release deutlich stabiler ist, als von mir vermutet. Zwei größere, nicht ganz so banale Eingriffe ins System bleiben in Erinnerung: Die “Verschiebung” von /lib nach /usr/lib und der Wechsel von sysvinit nach systemd.

WordPress: Ab und an veröffentliche ich gerne mal einen Artikel zeitversetzt, z.B. so, dass er am nächsten Morgen erscheint. Nach dem Update auf 3.5.0 stellten viele Nutzer fest (auch ich), dass das Scheduling nicht mehr funktionierte.

Stelle ich die übrigen Verbesserungen der neuen Version diesem Fauxpas gegenüber, bleibt in meinen Augen festzuhalten: 3.5.0 war eine Verschlimmbesserung, der man nur mit Hilfe eines weiteren (Oooh neeeiin! Nicht noch ein weiteres….) Plugin zu Leibe rücken konnte (Plugin: Missed Schedule).

Und: Nach dem nachgeschobenen Update 3.5.1 funktionierte es bei mir immer noch nicht. Hier gilt in meinen Augen: Weniger ist mehr.

Comments

  1. Der Begriff “Upgrade-Terror” passt für Ubuntu release-Zyklen gar nicht. Ich hatte selten irgendwelche Probleme, und wenn, dann waren sie schnell behoben.

    Ich verwende selber seit einem Jahr Archlinux, bin von sysvinit nach systemd migriert und habe auch die anderen größeren Wechsel mitgemacht (package signing, _das_ glibc-Update, lib-Verschiebung etc pp.) Außerdem hatte ich nach updates auch schon das System “inne Fritten” (kernel panic), was auch kein Problem ist, weil man es fixen kann. Was ich damit sagen will ist, dass man einfach wissen muss, worauf man sich einlässt, wenn man ein “rolling release” fährt. Es kann vorkommen, dass es einen Totalabsturz gibt. Wenn man sich das leisten kann, kein Problem, wenn nicht, sollte man doch eher auf eine gut “abgehangene” Distribution bauen, z. B. Debian stable oder Ubuntu LTS. Das war früher so und hat sich im Grunde genommen nicjt geändert.

    1. Da sieht man mal, wie unterschiedlich Erfahrungen sein können; es hängt halt auch viel von den Umständen ab. meine Ubuntu-Erfahrungen sind da nicht so ganz positiv wie Deine. Liegt vielleicht auch daran, dass meine letzte Version 10.04 Lucid Lynx LTS war. Zuvor gab es bei mir immer wieder Probleme. Das alles bedeutete für mich einige Stunden zu verbringen mit Backup und Upgrade und danch nochmal ne Weile Fehler recherchieren und flicken (sobald ich virtuelle Maschinen drauf hatte, war der Ärger eigentlich die Regel). Hast Du dann mehr als eine Maschine zu warten, ist der Aufwand dann schon ganz erheblich gewesen.

      Nun gut, das mag sich inzwischen ja vielleicht alles geändert haben… 😉

      Und jetzt noch ein paar Worte zu Arch. Stimme dir weitestgehend zu.

      Es kann vorkommen, dass es einen Totalabsturz gibt. Wenn man sich das leisten kann, kein Problem

      Kann ich mir zwar nicht leisten, ist aber auch noch nie passiert. Und ein regelmäßiges Backup ist natürlich immer angesagt und habe ich extern…

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