Pyrotechnik an Silvester (und im Fußball-Stadion…)

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Bengalos im Stadion Nürnberg 2009

Die halbe Nation torkelte dieser Tage im Vollsuff ins neue Jahr. Natürlich nicht, ohne Knallfrösche, Raketen, Leuchtkugeln und Kanonenschläge zu zünden.

In Nürnberg erlitt als Folge der Böllerei ein 9-jähriger schwere Brandverletzungen nach einer “Böllerattacke”. Die deutsche Gesamtbilanz des feuchtfröhlichen Silvestergeknalles: Mindestens ein Toter, etliche Brände und mehrere Verletzte aufgrund dieser “traditionellen” Böllerei.

Wenn Fußballfans (mit einem weitaus weniger gefährlichen Arsenal) Bengalos zünden, sind sie kriminell. Schnell wird der Ruf laut: Kameras! Datenbanken! Stadionverbote! Doch warum fordert eigentlich niemand ein Ende der gefährlichen Silvesterböllerei?

Wenn hingegen der besoffene Kleinbürger zum Jahreswechsel mal so richtig die Sau rauslässt, bis die (Haut-)Fetzen fliegen – jo mei, was soll man da machen? Wollts uns ezz noch den letzten Spaß nehmer? Auch am Oktoberfest fliegen öfter (als im Stadion) die Fäuste und Maßkrüge, bis Schädel und Nasen bluten.

Hat da schon mal jemand eine Gewalttäterdatei vorgeschlagen? Wie wäre es mit einer Komplettüberwachung durch Kameras in allen Zelten? Na kommt schon Leute, wer nichts zu verbergen hat, der kann dagegen doch nichts haben. Es ist doch nur zur eigenen Sicherheit!

Tja, das ist halt Kultur. Eine Kultur der Doppelmoral…