Das Leiden der Clubfans

fcn1 150x150 nürnberg hoffenheim greuther glubb fußball frankenstadion fcn clubfan club bundesliga Die leiderprobten Club-Fans sind ein geduldiges Volk und gehören zu den treuesten Fans in der Bundesliga. Am Samstag wurde diese Treue auf eine harte Probe gestellt.

Man steht zu seinem Club, in guten wie in schlechten Zeiten. Und wer nicht hüpft, der ist ein Fürther… Dass es mal höhnischen Applaus für den Glubb gibt, erlebt man selten. Der Samstag gegen Hoffenheim war so ein Tag. Der Club hat eine Vorstellung abgeliefert, die beängstigend war. Ein Einblick in die fränkische Fußballseele.

Als der Club in der Nachspielzeit den letzten Freistoß in die Wolken schoß, und alle wussten, dass der Club mit dem 0:2 noch gut bedient war. konnten sich viele Fans das Klatschen nicht verkneifen. Mehrere Tausend Zuschauer hatten das Stadion zu diesem Zeitpunkt eh schon verlassen.

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Tausende Zuschauer hatten das Stadion vor Spielende bereits verlassen

Der große Exodus hatte bereits in der 56. Minte begonnen, als der in Unterzahl spielende Club das 0:2 kassiert hatte. Von da an tröpfelte ein kleiner, aber stetiger Strom frustrierter Franken hinaus aus dem Stadion, dass noch immer nicht Max-Morlock-Stadion heißen darf. Die dürftige Leistung des FCN wollten sich Tausende nicht mehr mitansehen.

Eineinhalb Wochen vor dem prestigeträchtigen Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth (20.12.) gab es am Samstag viele lange Gesichter. Zynische Abschiedsworte eines Clubberers, der sich 5 Minuten vor dem Spielende verabschiedete:

Servus! Wir sehen uns dann bei der Niederlage gegen Fürth…

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In der Endphase waren sogar die sonst ununterbrochenen Fangesänge der Nürnberger Ultras in der Nordkurve teils verstimmt. Nicht mal die Rote Karte gegen Hoffenheim in der Endphase konnte die Stimmung aufhellen.

Zu bejubeln gab es nur etwas, als sich ein frustrierter Fan in den Innebereich gemogelt hatte und als Flitzer über den Rasen stürmte. Nachdem er überwältigt war, wurde er unter dem tosenden Applaus der Nordkurve abgeführt. Wenn schon die Mannschaft nicht für Stimmung sorgt, dann eben die Fans. Die Mannschaft hatte wenigstens noch den Charakter, sich nach dem Spiel in die Kurve zu begeben.

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Ein Flitzer wird überwältigt

Fazit: Der Club ist mittendrin im Abstiegskampf. das ständige Auf und Ab ist man als Clubfan ja schon gewöhnt. Heute sind alle frustriert, morgen sieht die Welt schon ein bisschen anders aus. Dann geht der Blick nach vorne zum Derby gegen die Fürther. Das fränkische Zusammengehörigkeitsgefühl hört eben an der Fürther Stadtgrenze auf. War immer so, ist so, bleibt so:

Am Zwanzigsten hau mer däi Fädder gscheid naaf!

Des glabbst, abber wäi!

Na also. Dann sind sich ja alle wieder einig. Der Club ist der beste Fußballverein aller Zeiten!

Comments

  1. Fast noch schlimmer als der Auftritt der Glubberer war die Würstchen-Werbung mit Uli Hoeneß in der Halbzeit….
    Wir sehen uns dann bei, ähmm beim Spiel gegen Ferdd…

    1. Da fragt man sich echt, wer die Idee hatte, eine MäkDönalt-Werbung mit H. ausgerechnet in Nürnberg zu machen. Muss irgendjemand entschieden haben, der entweder null Ahnung von Fußball hat und/oder Schwierigkeiten mit der Realität hat. Gäbe es unter den Fans eine Wahl zur Hassfigur, hätte H. extrem gute Chancen auf den vorderen Plätzen zu landen. Die Reaktion der Fans sprach Bände…

  2. Liebe Clubberer,
    ein weiteres Trauerspiel, diesmal gegen Hoffenheim. Keine mannschaftliche Geschlossenheit, kein Aufbäumen gegen die Nierderlage, keine Hoffnung auf Besserung. Und dies 10 Tage vor dem Derby gegen Fürth. Wer gestern Abend im Spiel Frankfurt-Fürth gesehen hat, mit wieviel Leidenschaft eine Mannschaft zu Werke gehen kann, der wird sicher ein wenig neidisch über die Stadtgrenze blicken. Als Clubfan kann es einem in Bezug auf das Derby momentan leider nur Angst und bange werden. Gott sei Dank bin ich Fürther. In so fern freue ich mich sehr auf das Derby….. und auf “die Niederlage gegen Fürth”.

    F-town ole ole

    1. Brilliante Analyse. Nur die Schlussfolgerung stimmt nicht.

      1.Es gibt immer Hoffnung.

      2.Niemand blickt neidisch nach Fürth. Zu einer Mannschaft, die den Aufstieg wohl auch in diesem Jahr wieder nicht packen wird. Und dies ist nicht als Polemik gemeint, sondern feste Überzeugung. Fürth ist zwar gut, doch hat es leider dieses Jahr das Pech, dass die Spitze der zweiten Liga extrem gut ausgestattet ist. Mein Tipp: Greuther kommt auf Platz 4.

      3. Der Autor “Bernie” möge mal all die Bierkästen einlösen, die er dank seines Fürth-gesteuerten Sach-Un-Verstandes gegen den durstigen Betreiber dieser Webseite bereits verloren hat (nämlich ALLE bisherigen Wetten). :mrgreen: Bevor er sich noch weiter aus dem Fenster lehnt :mrgreen:

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