Pelzig: Der Mann für “Wetten, dass..?”

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Erwin Pelzig

Er sieht aus wie eine Kasper-Puppe, die nach einer Kissenschlacht in den 80ern hinter den Schrank gerutscht ist und dort für immer vergessen wurde.

Doch wenn Erwin Pelzig es endlich schaffen würde, sich physisch und mental von seinem Kleinkunst-Hütchen zu trennen, und den entscheidenden Schritt nach vorne wagt, kann es nur eine Losung geben: Pelzig muss “Wetten, dass..?” moderieren!

Viele haben schon abgelehnt, obwohl kein Schwein sie jemals gefragt hat. Wen seltsamerweise kaum jemand auf der Rechnung zu haben scheint, ist Frank-Markus Barwasser alias “Erwin Pelzig”. Doch wenn Thomas Bellut, Programmdirektor des ZDF, den studierten Unterfranken aus dem Hut zaubern würde, sollte das niemanden überraschen.

Das Arsenal hämischer Spötter

Im Warm-Up zur letzten Sendung von “Wetten, dass..?” mit Gottschalk sagte dessen Schubi-Duz-Freund, Polit-Schmusebär Günther Jauch einen wichtigen und richtigen Satz. Nämlich, dass Gottschalk so beliebt und so geschaffen für diese Sendung sei, weil er gegenüber seinen Gästen und anderen Menschen nie verletzend aufgetreten sei. Und zu so einem kommen die Menschen gerne in die Sendung. Und so einem sehen sie auch gerne zu.

Nach dieser Definition fällt als Option für die Gottschalk-Nachfolge das Arsenal hämischer Spötter weg, die ihre prominenten Opfer klischeehaft verhöhnen und schadenfrohe Witzchen auf Brüderle-säuft-Niveau machen. Allen voran Deutschlands Oberspötter Stefan Raab, aber auch TV-Individuen wie Harald-Retro-Schmidt oder Oliver Welke, die in “Wetten, dass..?” wie Metzger auf einem Veganer-Happening wirken würden. In “Neues aus der Anstalt” zieht Pelzig zwar auch ganz schön vom Leder, seine Kritik hat aber immer Tiefgang.

Augenzwinkernder Brückenbauer

In “Pelzig hält sich” kann man sehr schön den Talkmaster Pelzig studieren. Souverän stellt Barwasser seinen Gästen auch kritische Fragen, ohne dabei verletzend zu werden. Augenzwinkernd hält er seine Gäste immer in einem Zustand gelassener Heiterkeit, auch wenn das Thema von einer Vergangenheit als Kiffer oder vom Erwerb einer dubiosen Immobile handelt.

Ähnlich wie Gottschalk ist er ein geschickter rhetorischer Brückenbauer und gerät nie in Verlegenheit. Und was den Humor angeht, ist er Gottschalk sogar überlegen. Erwin Pelzig, ein Typ wie ihn auch Programmdirektoren lieben. Um das gewaltige Format von “Wetten, dass?” auszufüllen, muss der Würzburger zwar nicht in die Hosen von Dirk Novitzki passsen, aber sich doch freilich auch ein Stück weiterentwickeln.

Netz10 fordert deshalb: Herr Pelzig! Man muss sich auch mal von was trennen können! “Wetten, dass?..” ist nicht die Fürther Rampenschweinerei! Ein guter Anfang wäre es deshalb, Ihr albernes, viel zu enges Hütchen einzumotten. Oder wenigstens hinter den Schrank zu werfen. Dorthin, wo es für immer vergessen wird. Vielleicht kann Ihnen ja, lieber Herr Pelzig, Ihr fränkischer Landsmann Guttenberg einen guten Friseur empfehlen…

Comments

  1. Ein geiler Gedanke!! Auf die Idee wär ich nie gekommen 😉 Aber irgendwie verdammt gut. Nur schade, daß wir es garantiert nie erleben werden.

  2. Wenn man denkt es kann nicht schlimmer kommen, dann kommt es garantiert.
    Markus Lanz als Nachfolger von Gottschalk ?
    Wenn das die Steigerung von wetten dass sein soll, dann gute Nacht.
    Kann das wirklich sein, alle haben nein gesagt, aber einer sieht seine große Chance.
    Markus Lanz, der ungehindert und ohne jede Konsequenz in seiner Talkshow fragen darf ob Schwulsein heilbar ist.
    Man kann nur hoffen, es ist ein Gerücht. Mehr nicht.
    http://www.little-devil.com/blog/2012/02/15/wetten-dass-markus-lanz/

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