Müll hinter Gittern

27. Oktober 2011
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Wir produzieren Unmengen an Müll und sind froh, wenn wir ihn einfach in die Tonne hauen können. Doch warum wird Müll manchmal mit Schloss und Riegel abgesichert?

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Sicherheitszone! Zugang zu den Resten der Überflussgesellschaft nur mit Schlüssel!

In den letzten Jahren habe ich solche Hochsicherheits-Müllzonen, die durch Metallzäune gesichert sind, vermehrt beobachtet. So ein Metallzaun mit Schloss ist ja nicht ganz billig und verschlingt auch noch ökologische Ressourcen. So schließt sich der Kreis: Eine Umweltbelastung, um die andere Umweltbelastung physisch abzusichern…

Wahrscheinlich missverstehe ich da was. Vielleicht kann es mir ja jemand erklären, welchen Zweck es hat, Mülltonnen so wegzusperren, dass nur jene daran kommen, die einen Schlüssel haben?

Gestohlen wird der Müll wohl kaum. Es gibt ja genug. Vielleicht aber die Mülltonne selbst? Liegt es etwa am Nachbarn, der seinen Biomüll in das eigene Altpapier kippt? Droht Feuergefahr? Oder spätpubertäre Zerstörungswut? Oder ist es ein irrationales, tiefsitzendes psychologisches Macht- und Sicherheitsbedürfnis in Zeiten der Krise? Sind hier etwa Kontroll-Freaks am Werk?

Liebe Müll-Wegsperrer, bitte klärt mich auf!

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5 Responses to Müll hinter Gittern

  1. Smon on 27. Oktober 2011 at 08:26

    Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich vermute, dass, wenn díe Mülltonne nicht abgesperrt ist, jeder x beliebige seinen Müll da rein kippt und der Besitzer nicht für alle möglichen Menschen den Müllentsorger spielen will.

  2. ms on 27. Oktober 2011 at 08:52

    In manchen Regionen rechnet der Entsorger nach produzierter Müllmenge ab, da lohnt es sich schon die Tonne hinter Schloss und Riegel zu halten.
    Es soll ja auch Leute geben, die gehen im Winter an die Tonne und müssen feststellen, daß sie voll Schnee ist weil ein Witzbold Nachts den Deckel aufgemacht hat ;) .

    • linuxnetzer on 27. Oktober 2011 at 09:17

      Hier in Nürnberg, wo ich solche Dinger öfter mal sehe, wird pauschal abgerechnet. Aber selbst in Regionen, wo nach Menge abgerechnet wird, kann ich mir schwer vorstellen, dass sich die Anschaffung eines solchen Zaunes (aus diesem Grund) bezahlt macht. Ich weiß nicht genau, was solche Zäune kosten, gehe aber mal locker von einem 4-stelligen Betrag aus. Wenn Fremde ihren Müll in die Tonne hauen, könnte man ja auch nur die Tonne absperren, das wäre billiger.
      Ähnlich sehe ich das mit der Nummer mit dem Schnee. Würde es sich deshalb wirklich lohnen, so einen Zaun zu bauen?
      Vielleicht sind es ja all diese Gründe zusammen. Für mich persönlich müsste da schon einiges zusammenkommen, bevor ich so einen Zaun bauen würde.

      • ms on 27. Oktober 2011 at 20:59

        Nun das ist das wohl ein mustergültiges Beispiel für das gute alte Spießertum :) .

  3. Müll hinter Gittern (2) on 7. März 2012 at 23:37

    [...] jemand. Einige gute Ansätze gab es bereits als Antwort auf meine erste Unverständniserklärung: Müll hinter Gittern (1). Müll hinter Schloss und Riegel: Gefahr oder schützenswertes [...]