17 Responses to Fail2ban: Login-Attacken unterbinden

  1. querdenker on 16. Februar 2011 at 09:17

    wie wäre es, wenn man mit zertifikaten arbeiten würde? ;-)
    da ist sowas dann hinfällig.

    • linuxnetzer on 16. Februar 2011 at 09:24

      Auf diese Möglichkeit habe ich ja am Ende des Artikels hingewiesen ;)
      Zitat: “Nicht unerwähnt soll bleiben, dass man das Login für SSH mit einem Passwort natürlich auch komplett unterbinden kann und den Zugriff nur mit Zertifikat erlauben kann.
      [edit] Die Lösung mit dem Zertifikat ist aber nicht für alle Situationen eine Option, z.B. wenn man von wechselnden Maschinen auf SSHD zugreifen muss. Beispiel wäre ein kleiner Heimserver, von dem man auch von unterwegs zugreifen will. Da kann man sich, wenn man bei Mutti ist, mal schnell Putty runterladen und trotzdem auf den Server zugreifen. Sicherer ist das Zertifikat, flexibler die Passwortmethode. Außerdem kann man ja Root-Login verbieten und SSH auf einen anderen Port legen…
      Aber auch mit Zertifikat kann es sinnvoll sein zu wissen, wer da versucht, zuzugreifen und die IP zu blockieren. [/edit]

      • jug on 16. Februar 2011 at 10:00

        Dann nimm deinen Key auf einem USB-Stick einfach mit.

        Du kannst dir sogar mehrere Keys erstellen: einen ohne Passwort, der auf deinem System zuhause bleibt und dazu einen weiteren mit Passwort, den du auf dem USB-Stick hinterlegst. Sollte dir der USB-Stick mal abhanden kommen entfernst du den Key aus der ~/.ssh/authorized_keys oder setzt ihn gleich in die ~/.ssh/revoked_keys

        ~jug

        • linuxnetzer on 16. Februar 2011 at 10:24

          Es kann doch kein Zweifel daran bestehen, dass das Zertifikat im allgemeinen (und gerade im professionellen Umfeld) die beste Lösung ist.

          Es gibt aber auch (gerade private) Szenarien, wo die Passwortmethode praktikabler ist, z.B. wenn man “Rudis kleine Modellfliegerseite” verwaltet. Wenn Du am Wochenende unterwegs bist und kriegst einen Anruf, dass da was nicht läuft, dann ist Passwort praktikabler.

          Da hat man doch keine Lust, ständig einen USB-Stick mit sich herumzuschleppen (den man mit Sicherheit genau dann nicht dabei hat, wenn was nicht funktioniert)

    • jug on 16. Februar 2011 at 09:52

      SSH-Keys würde ich auch empfehlen. Dieses Fail2Ban ist doch nur wieder weitere Software, die eine Sicherheitslücke enthalten kann. Und die wird installiert um eine Sicherheitslücke zu schließen, die gar nicht existiert, wenn man den SSH-Daemon richtig konfiguriert. Also dass man den Login über Passwörter deaktiviert, sonst bleiben die Brute-Force-Angriffe natürlich möglich.

      Eine weitere Möglichkeit den SSHd etwas abzusichern wäre übrigens Port-Knocking, was auch im verlinkten Artikel auf Platz 18 enthalten ist.

      ~jug

      • linuxnetzer on 16. Februar 2011 at 10:05

        Da die Diskussion sich nun stark auf SSH beschränkt, will ich nur nochmal klarmachen, dass Fail2ban auch etliche andere Dienste abdeckt (xinetd, apache, postfix, vsftpd usw.) und mit der möglichen Konfiguration IP-Blockaden für alle möglichen weiteren Szenarien ermöglicht. Die richtige Konfiguration von SSH ist natürlich Voraussetzung; Fail2ban kann kein Ersatz dafür sein.

  2. Lord_Pinhead on 16. Februar 2011 at 09:49

    1) Zertifikat ist eine gute Idee
    2) die SSH auf einen HighPort legen, dann muss jemand erstmal suchen
    3) du willst IP´s aussperren? Dann such dir doch die Deutschen IP Bereiche und sperr es via iptables ;-)
    4) einfacher um den ganzen Scheiss zu umgehen: Portknocking

  3. Michael on 16. Februar 2011 at 09:58

    Ein ähnliches Tool ist DenyHosts http://denyhosts.sourceforge.net/

  4. UbuntuFlo on 16. Februar 2011 at 11:54

    Wenn Du jetzt noch das Wiki mit Deinem Wissen fütterst, sind alle glücklich :)

    –> http://ubuntuusers.de/search/?query=fail2ban&area=wiki

    Liebe Grüße, Flo

  5. linuxnetzer on 16. Februar 2011 at 13:08

    [Antwort wurde als private Nachricht gesendet]

  6. Stefan M. on 17. Februar 2011 at 14:01

    Erstmals, danke für die Verlinkung.

    Zertifikate sind absolut Nr1 Schutz. Wer nicht immer den USB Stick dabei hat, kann den Key in ein truecrypt Container legen und auf Dropbox oder anderen Diensten hinterlegen.

    SSH Port in ein hohen Bereich zu verlegen ist nicht wirklich ein Schutz. Der Port ist mit ein paar Sekunden Mehraufwand gefunden.

    Vor Allem gegen Angriffe auf die Webdienste, Bruteforce bei FTP und Mail ist dies eine ergänzende Möglichkeit die jeder SSH Ntuzer installiert haben sollte.

  7. Martin on 25. Februar 2011 at 03:56

    Wenn man Fail2Ban einsetzt, kann man die Angreifer automtisiert über mein Projekt http://www.blocklist.de/de/ melden, damit die zuständigen Provider den PC/Server säubern oder deaktivieren können.
    Dazu kann man dann noch Statistiken einsehen und zusammengefasst erhalten (Tagesreport) :-) Bei Interesse einfach vorbei schauen.
    Mfg Martin

  8. IP-Adresse mit iptables blockieren on 3. März 2011 at 06:45

    [...] fail2ban (Artikel) wurde ich darauf aufmerksam, dass von einer chinesischen IP-Adresse ein Zeitgenosse versucht, sich [...]

  9. Dennis on 6. Januar 2012 at 06:55

    Hallo,

    danke für den Artikel.

    Gibt es unter fail2ban die Möglichkeit mir die Passwörter anzuzeigen, die verwendet wurden?

    • linuxnetzer on 6. Januar 2012 at 10:03

      Gute Frage, aber ich glaube nicht. Passwörter werden ja meist gehasht abgelegt und nur die jeweiligen Hashes verglichen. Wüsste nicht mal, wo ich LOKAL ein falsches Passwort aufspüren sollte. Und fail2ban sucht in der Standardeinstellung (ssh) nicht direkt nach Passwörtern, sondern stützt sich auf eventuelle Einträge in /var/log/auth.log, z.B.

      /var/log/auth.log.0:Jan 3 02:17:24 meinserver sshd[31762]: User root from 88.888.888.88 not allowed because not listed in AllowUsers

      Gerade was Apache angeht (phpmyadmin-Attacken usw.) geben die Logfiles manchmal einen recht guten Aufschluss darüber, was der Angreifer probiert hat.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*